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Analyse

Die gefährliche Gratwanderung der Iraner im Atomstreit

Irans Präsident Hassan Rohani
APA/AFP/Iranian Presidency/-
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Das Regime in Teheran will Druck auf den neuen US-Präsidenten Joe Biden machen und droht damit, die Arbeit der Atominspektoren einzuschränken. Das Ultimatum gehört zur Verhandlungstaktik, um zum Atomdeal zurückzukehren. Der Iran braucht ein Ende der Sanktionen.

Die Geschichte des Abkommens zur Begrenzung des iranischen Atomprogramms ist eine Geschichte ständiger Krisen. Nach jahrelangen Verhandlungen wurde der Vertrag vor sechs Jahren in Kraft gesetzt, nur um kurz darauf vom damaligen US-Präsidenten, Donald Trump, aufgekündigt zu werden. Der Amtsantritt von Joe Biden hat zwar Hoffnungen auf eine Wiederbelebung der Vereinbarung beflügelt, doch jetzt setzt der Iran den Vertrag mit einem Ultimatum für die Arbeit der UN-Atominspektoren im Land aufs Spiel. Die Krisendiplomatie geht in eine neue Runde.
Mit der Ankündigung, ab kommenden Dienstag UN-Inspektoren keinen uneingeschränkten Zugang zu Atomanlagen mehr zu gewähren, hat der Iran den Westen aufgeschreckt. Deutschlands Bundeskanzlerin, Angela Merkel, telefonierte sogleich mit Präsident Hassan Rohani. Die Außenminister von Deutschland, Frankreich und Großbritannien setzten für Donnerstagnachmittag ein Treffen in Paris an, zu dem sich ihr neuer US-Kollege, Antony Blinken, per Video zuschalten wollte.