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Großbritannien

Prinz Harry und Herzogin Meghan treten final von ihren Pflichten zurück

(c) REUTERS (Phil Noble)
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Die „Megxit“-Übergangsphase von einem Jahr ist fast beendet. Nun teilte das royale Paar seine finale Entscheidung mit, die wenig überraschend ausfiel.

Prinz Harry und Herzogin Meghan, die bereits seit knapp einem Jahr nicht mehr in der ersten Reihe der britischen Royals stehen, werden nicht mehr an den britischen Königshof zurückkehren. Zumindest in offizieller Position. Nach einer zwölfmonatigen Prüfungsphase wurde nun bekannt, dass sich das Paar final entschieden hat, nicht mehr als aktive - sprich für Königin Elizabeth arbeitende - Mitglieder der britischen Königsfamilie tätig sein zu wollen.

Dieses Ergebins fällt wenig überraschend aus, immerhin haben sich Prinz Harry und Meghan Markle seit dem Vorjahr ein neues Leben in Los Angeles, der Heimatstadt der Herzogin, aufgebaut und auch diverse Verträge abgeschlossen, die ihnen ein Einkommen in der Privatwirtschaft garantieren. Namentlich in der Unterhaltungsindustrie: Sowohl mit den Streaming-Dienstleistern Netflix und Spotify arbeiten die Ex-Royals zusammen. Die Herzogin, früher Schauspielerin, hatte im Vorjahr bereits einem Disney-Film ihre Stimme geliehen.

Viel wird sich für das Paar deshalb nun nicht ändern, jedoch wollte der einstige Soldat Prinz Harry bis zuletzt nicht auf seine militärischen Titel verzichten. Mit der finalen Entscheidung passiert aber genau das, alle königlichen Schirmherrschaften des Paares gehen ebenso wieder an die Queen zurück, die sie auf die anderen Familienmitglieder verteilen wird. Unter anderem waren der Herzog und die Herzogin von Sussex für Commonwealth-Organisationen tätig gewesen.

„Geliebte Familienmitglieder“ 

"Nach Gesprächen mit dem Herzog hat die Königin schriftlich bestätigt, dass es nicht möglich ist, die Verantwortung und Pflichten, die mit einem Leben im öffentlichen Dienst verbunden sind, fortzusetzen, wenn man sich von der Arbeit der königlichen Familie zurückzieht. Die militärischen Ehrenernennungen und königlichen Patronate des Herzogs und der Herzogin werden daher an Ihre Majestät zurückgegeben, bevor sie unter den arbeitenden Mitgliedern der königlichen Familie neu verteilt werden“, heißt es im Wortlaut. Und weiter: "Während alle über ihre Entscheidung traurig sind, bleiben der Herzog und die Herzogin geliebte Familienmitglieder."

Über die Pläne des Paares in näherer Zukunft ist seit einigen Tagen jedenfalls mehr bekannt: Neben der Schwangerschaft der Herzogin wurde zuletzt auch bestätigt, dass Prinz Harry und seine Frau der US-Talkshowlegende Oprah Winfrey ein umfassendes Interview geben. Dieses soll im März noch ausgestrahlt werden; Thema dabei sei neben dem Privatleben des Paares auch sein Ausstieg aus der Königsfamilie. Darüber hinaus gibt es schon länger Berichte, dass Winfrey zusammen mit dem Prinzen eine Fernsehserie für Apple TV produziere. Der für 2020 anvisierte Start wurde allerdings verschoben.

Neue Stiftung

Prinz Harry, Sohn von Thronfolger Prinz Charles und Lady Diana Spencer und jüngerer Bruder von Prinz William, hatte die US-Amerikanerin Markle 2016 kennengelernt und 2018 geheiratet. 2019 bekam das Paar einen ersten Sohn, Archie Mountbatten-Windsor. Nach einem privaten Aufenthalt in Kanada teilte das Paar im Jänner 2020 mit, sich von teilweise vom Hof lösen zu wollen. Die Ankündigung war nicht mit dem Palast abgesprochen gewesen und führte letztlich zu einer völligen Trennung vom Königshaus im Frühling 2020. Das damals getroffene Arrangement sollte bis März 2021 überprüft werden - die Ankündigung jetzt fixiert es.

Begründet hatte das Paar den Wunsch stets mit einer Hoffnung auf mehr Privatsphäre sowie wirtschaftlicher Unabhängigkeit. Neben der Aktivitäten im Filmgeschäft wollen der Herzog und die Herzogin von Sussex künftig über eine neue eigene Stiftung Wohltätigkeitsarbeit organisieren, die sich bisher auf US-amerikanische Causen fokussierte. Zuletzt traten sie immer wieder online für Hilfsorganisationen auf.

(chrile)