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Skispringen: Test-Chaos und Japans Double

Marita Kramer um Chance auf Kristall beraubt. Siege für Takanashi und Kobayashi.

Rasnov. Marita Kramer wollte am liebsten aus der Haut fahren. Erneut durfte Österreichs beste Skispringerin beim Weltcup in Rasnov nicht abheben, weil es Unstimmigkeiten bei der dreifachen Saisonsiegerin ob einer „unklaren PCR-Test-Lage“ gab. Die lokalen Gesundheitsbehörden verwehrten ihr den Start, Kramer musste erneut zuschauen – und verlor ihre Chance auf den Gesamtweltcupsieg. Zumindest blieb ihr eine Quarantäne erspart.

Mit neun Punkten Vorsprung als Leaderin war sie zur letzten Weltcup-Station vor der WM in Oberstdorf (ab 23. Februar) angereist, jetzt liegt sie 151 Punkte zurück, und nur vier Bewerbe sind noch offen. Dieses Test-Chaos ist des Weltcups nicht würdig. Egal ob die Schuld beim Veranstalter oder eventuell doch beim ÖSV liegt.

 

Polnischer Präzedenzfall

Ein Ergebnis war ungültig, ein anderes lag nicht rechtzeitig vor. Dann gab es ein positives, das ein weiterer PCR- und ein Antigentest widerlegten. Zur Erinnerung: Dies war auch bei den Polen vor dem Tournee-Auftakt der Fall gewesen, damals testete man so lang, bis sie mitspringen durften. Kamil Stoch gewann die Tournee.

Bei den Damen siegte die Japanerin Sara Takanashi. Ihr Landsmann Ryoyu Kobayashi gewann nach einer Material-Disqualifikation von Halvor Egner Granerud (NOR). (red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.02.2021)