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Bundesliga

Daka-Festspiele beim 4:2 gegen Rapid

FUSSBALL: TIPICO BUNDESLIGA/GRUNDDURCHGANG: RED BULL SALZBURG - SK RAPID WIEN
APA/KRUGFOTO
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Salzburg-Stürmer Daka schoss drei Treffer, Rapids Torgefährlichkeit flackerte nur kurz auf. Der Titelverteidiger bleibt auf Kurs.

Salzburg hat die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga am Sonntag ausgebaut. Der Serienmeister gewann den Schlager der 18. Runde gegen Verfolger Rapid klar mit 4:2 und setzte sich um sechs Punkte vom ersten Verfolger ab. Herausragend war in Wals-Siezenheim der 22-jährige Stürmer Patson Daka, der drei Treffer erzielte und damit auch die Führung in der Liga-Schützenliste von seinem wegen Dopings für drei Monate gesperrten Kollegen Sekou Koita übernahm.

Salzburg durfte sich damit auch über eine gelungene Generalprobe vor dem Rückspiel bei Villarreal im Europa-League-Sechzehntelfinale am Donnerstag freuen, wo es einen 0:2-Rückstand wettzumachen gilt. Der Liga-Dritte LASK rückte dank einem 2:1-Sieg beim Vorletzten Admira bis auf einen Zähler an Rapid heran und ließ Sturm Graz bereits fünf Zähler hinter sich. Die Steirer gingen aufgrund eines späten Gegentreffers zu Hause gegen den WAC als 1:2-Verlierer vom Platz. Für die Kärntner, die am Donnerstag in der Europa League gegen Tottenham nach dem Hinspiel-1:4 ein Wunder brauchen, war es ein großer Schritt in Richtung Meistergruppe. Der Abstand des Neo-Fünften zu Rang sieben beträgt komfortable sechs Punkte.

Powerplay wie im Eishockey

Salzburg hat das Spitzenspiel der 18. Bundesliga-Runde gegen Rapid am Sonntag mit 4:2 (1:0) gewonnen und den Vorsprung auf die zweitplatzierten Wiener auf sechs Punkte ausgebaut. Patson Daka entschied die Partie mit einem Triple (30., 63., 70.) zugunsten der vor allem in der zweiten Hälfte klar überlegenen Hausherren im Alleingang.

Die weiteren Treffer durch Karim Adeyemi (92.) bzw. für Rapid durch Lion Schuster (91.) und Ercan Kara (94.) waren für den Ausgang irrelevant.. Rapid, das mit einem Erfolg „neue Kräfte freisetzen“ wollte, erlitt hingegen die erste Niederlage nach sechs Partien und muss nach der noch vier Runden entfernten Punkteteilung auf die zweite Saisonphase hoffen.

Rapid verzichtete zum erst zweiten Mal in dieser Saison auf Srdjan Grahovac, Kapitän Dejan Ljubicic gab hingegen sein Comeback nach Verletzungspause - im Zentrum der Dreierkette. Und Taxiarchis Fountas stand erstmals nach seiner Sperre wieder in der Startelf. Salzburg, bei dem erstmals in der Liga die wegen Dopings gesperrten Sekou Koita und Mohamed Camara fehlten, musste zudem kurzfristig umstellen. Noah Okafor verletzte sich beim Aufwärmen an den Adduktoren. An seiner Stelle lief Brenden Aaronson auf.

Der junge US-Amerikaner leitete auch die erste gute Chance ein, in deren Folge Goalie Richard Strebinger nach einem abgefälschten Kristensen-Köpfler eingreifen musste (2.). Wenig später rettete der grün-weiße Schlussmann gegen Berisha (7.), der Assist war wieder von Aaronson gekommen. Das aggressive Salzburg dominierte die Anfangsphase mit einem Ballbesitz von fast 75 Prozent, ehe sich Rapid ab der 20. Minute in die Partie meldete.

Ein Köpfler von Ercan Kara nach Freistoß (20.) und eine Direktabnahme Maximilian Ullmanns (25.) sorgten für etwas Gefahr, ehe man etwas überraschend jubelte: Nach schöner Vorarbeit von Marcel Ritzmaier hatte Fountas zum 1:0 eingeschossen. Doch Schiri Harkam erkannte auf Abseits, es handelte sich nach Zeitlupenstudium um eine hauchdünne Entscheidung (28.). Salzburg machte hingegen Nägel mit Köpfen, Daka mit seinem 14. Saisontor schlug nach Vorarbeit Aaronsons und Berishas aus Kurzdistanz zu.

Die Partie verlief nun zwar auf Augenhöhe, sah aber initiativere Hausherren, die durch Enock Mwepu (38./Strebinger) und Daka (Heber neben das Tor/40. bzw. Strebinger/43.) weitere Möglichkeiten vorfanden. Kühbauer reagierte in der Pause mit der Hereinnahme von Grahovac für Fountas, die Dominanz ging aber nun ausschließlich von den „Bullen“ aus. Berisha klopfte an der Latte an (47.), Strebinger musste schließlich wieder gegen Mwepu (58.) und Vallci (60.) eingreifen. Rapid konnte auch nicht mehr für Entlastung sorgen und gab das Spiel schließlich völlig aus der Hand. Beide Male trat neuerlich Berisha als Vorbereiter in Erscheinung, auch in der Nachspielzeit bediente er den eingewechselten Adeyemi mustergültig.