Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Schnellauswahl
Studie

Die Modestädte der Zukunft

(c) REUTERS (BENOIT TESSIER)
  • Drucken

Bis 2025 wird Paris einer Studie zufolge New York als führende Modewoche ablösen. Auch Shanghai und Moskau könnten bald mehr Einfluss haben.

New York, London, Mailand oder Paris? Welche Modestadt die Nase vorne hat, will der IFDAQ Global Cities Consumer Index herausgefunden haben. Demnach wird Paris voraussichtlich bis 2025 New York auf dem ersten Platz ablösen und London wird Mailand überholen und auf den dritten Platz aufsteigen, heißt es in der Studie, wie „Vogue Business“ schreibt.

Der IFDAQ Global Cities Consumer Index bewertet globale Städte anhand vier Schlüsselfaktoren: allgemeine Wirtschaft, Modewirtschaftsleistung, Marktkapitalisierung und Brancheneinfluss. Diese Faktoren beinhalten Infrastruktur, BIP, Markenpräsenz, Wohlstand, Konsumkraft und kreative Kraft.

Geballter Luxus in Paris

Paris würde zum einen vom Brexit profitieren, da der Wettbewerb mit London wegfällt. Zum anderen sind hier die Luxuskonglomerate LVMH und Kering angesiedelt, was zu einer gewissen Dominanz führt. New York wiederum verliert wirtschaftlich an Bodenhaftung, teilweise auch aufgrund des Handelskrieges zwischen den USA und China, wollen die Experten der Studie wissen.

Der Grund, warum London Mailand überholen wird, liegt weniger an der Stärkung der britischen Metropole, sondern mehr an der Schwächung der italienischen Modestadt. Beide Städte haben mit dem Brexit und wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen, London habe dabei aber eine dynamischere Wirtschaft. "Für London ist es vielmehr ein vorübergehender Zustand, und wir glauben, dass er sich bald erholen wird, während sich Mailand nie wirklich von der Wirtschaftskrise 2008 erholt hat", erklärt IFDAQ Co-CEO Daryl de Jorí im Gespräch mit "Vogue Business". Außerdem sei die Modebranche hier durch die Städte Florenz, Venedig und Rom aufgeteilt, was sich auch negativ niederschlage.

Shanghai und Moskau ziehen nach

Wenn es nach dem IFDAQ Index geht, dann werden die vier traditionellen Modehauptstädte New York, London, Mailand und Paris mindestens bis 2030 dominieren. Doch auch andere Städte ziehen nach. So beispielsweise Shanghai. Die Shanghai Fashion Week hat ihren Einfluss seit 2001 ständig erweitert und hat damit internationale Einkäufer angelockt.

Moskau könnte ebenfalls wichtiger werden und Shanghai 2026 überholen. Der Grund liegt darin, dass Shanghai durch den Rückgang der Kaufkraft chinesischer Verbraucher ein Plateau erreichen wird. Außerdem fallen fast 70 Prozent des russischen Luxuskonsums auf Moskau, was darüber hinaus den Status der Stadt als Modehotspot festigen wird.

>>> „Vogue Business“ 

(chrile)