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Von A - G: Das Plus in Energielabels ist ab März Geschichte

15 01 2017 Steckdosen und Geraetestecker Stecker Geraete Geraetestecker Haushalt Haushaltsgeraete
Stromhungrige Geräte werden seit den 90er-Jahren mit den Energielabels angezeigt.imago/Steinach
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Die Energieeffizienz wird nach ihrer Einführung in den 1990ern auf neue Beine gestellt. Neue Messverfahren sorgen für deutlich strengere Bewertungen.

A++++++++, oder wie viele Plus gab es bis dato bei Haushaltsgeräten als Klassifizierung für ihren Energieverbrauch? Eindeutig zu viele, befindet auch das Forum Hausgeräte. Die Aufkleber, die dem Konsumenten zeigen soll, wie sparsam oder eben nicht ihr Haushaltsgerät ist, wird neu gedacht. Umstellen müssen sich Kunden schnell, denn bereits ab dem 1. März gelten die neuen Energieeffizienzbezeichnungen, die dann nur noch von A bis G gehen.

Das neue EU-Energielabel macht Schluss mit den Pluszeichen, die bisher hinter den Buchstaben standen. Damit soll die Kennzeichnung einfacher und transparenter werden. Die Energieklasse sei für Konsumenten einer der Top-Gründe für die Kaufentscheidung, so Vertreter des Forum Hausgeräte. Mit dem neuen Label werde das Verständnis noch einfacher werden, so Alfred Janovsky, Geschäftsführer Electrolux und Vorstandsvorsitzender Forum Hausgeräte (FHG), am Dienstag in einem Online-Pressegespräch.

Bei der Einführung des Energielabels war die Geräteklasse A für die besten Geräte am Markt vorgesehen. Mit der Zeit haben die Hersteller immer sparsamere Geräte entwickelt, die eine Unterscheidung notwendig machten. Da aber die Plus-Zeichen nachweislich für Kunden nur einen graduellen Unterschied ausmachten, entschied man sich für eine Änderung in der Kennzeichnung.

Zu finden ist das neue Label zunächst auf Kühl- und Gefrierschränken, Waschmaschinen und Waschtrocknern, Geschirrspülern, Fernsehern und elektronischen Displays, ab September auch bei anderen Lichtquellen. Für Produktgruppen wie Klimageräte, Heizung und Warmwasserbereitung sollen die neuen Labels zu einem späteren Zeitpunkt eingeführt werden. Die Energieklassen für Haushaltsgroßgeräte gibt es seit Mitte der 90er-Jahre. Ein wichtiger Grund für die Reform ist die technologische Entwicklung hin zu effizienteren Geräten. Bei der Wäschepflege beispielsweise seien derzeit rund 90 Prozent der Geräte in der besten Klasse, hieß es heute.

A+++ ist nicht automatisch A

Eine direkte Umrechnungsmethode zu den neuen Effizienzklassen gebe es nicht, so Michael Mehnert, Geschäftsführer BSH Österreich und FHG-Vorstandsmitglied. Der tatsächliche Energieverbrauch der Geräte ändere sich nicht. "Lediglich die Skalierung wird sich sichtbar für den Konsumenten verändern." In der Klasse A wurde Platz für Innovationen und energieeffizientere Modelle gelassen. Was sich ändert, ist die Messmethode. Sie wurde an die veränderten Gewohnheiten angepasst, beispielsweise bei der Beladung eines Geschirrspülers. Es könne etwa künftig ein Gerät, das bisher mit A+++ ausgeschildert ist, mit "C" eingestuft sein. Eine generelle Regel dafür gebe es nicht, das hänge vom jeweiligen Gerät ab.

Aber schon jetzt lässt Mehnert wissen: „Ganz wenige werden nur noch in der höchsten Stufe landen.“ 

(bagre)