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Coronavirus

Impfstoff-Auslieferung wächst rasant: USA vor China und EU

In dieser Impfstraße in Hongkong wird die chinesische Vakzine von Sinovac verimpft.
In dieser Impfstraße in Hongkong wird die chinesische Vakzine von Sinovac verimpft.APA/AFP/POOL/PAUL YEUNG
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Die Zahl der Impfstoff-Dosen, die weltweit verteilt werden, wird von Woche zu Woche größer, erklärt der Pharmaverband IFPMA. Biontech/Pfizer liegt dabei weiter an der Spitze, doch chinesische Impfstoffe holen auf.

Die Zahl der ausgelieferten Corona-Impfstoffe wächst von Woche zu Woche rasant. Das berichtete der internationale Pharmaverband IFPMA am Dienstag unter Verweis auf eine Aufstellung der Datenplattform Airfinity. Die EU ist unter den Top 3-Empfängern.

IFPMA-Generaldirektor Thomas Cueni wehrte sich im Gespräch mit der Journalistenvereinigung ACANU in Genf gegen Vorwürfe, die Industrie liefere eher an reiche Länder als an das von den Vereinten Nationen aufgesetzte Solidarprojekt Covax, das Impfstoffe für alle Länder, auch mit kleinen und mittleren Einkommen kauft.

Biontech/Pfizer liegt an der Spitze

In der Woche bis 22. Februar blieb nach diesen Angaben der Impfstoff von Biontech/Pfizer der meist ausgelieferte, mit gut 82 Millionen Dosen, plus vier Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Die chinesische Firma Sinovac lieferte 74,4 Millionen (plus 46 Prozent), AstraZeneca 55 Millionen (plus 22 Prozent) und Moderna fast 50 Millionen (plus zehn Prozent).

Am rasantesten legte das Mittel der chinesischen Firma Sinopharm zu, das seit kurzem auch in Ungarn verimpft wird: um 286 Prozent auf knapp 30 Millionen Dosen. Der Sputnik V-Impfstoff verblieb bei 8,3 Millionen Dosen. Im Gesamtjahr dürften zehn Milliarden Dosen produziert werden, schätzte James Robinson von der "Koalition für Innovationen in der Epidemievorbeugung (CEPI).

USA bekam die meisten Dosen

Die meisten der bisher ausgelieferten Impfdosen gingen in die USA: gut 26 Prozent. Mit 14,7 Prozent lag dahinter China, gefolgt von der EU mit 12,6 Prozent, Indonesien mit gut 5,8 Prozent und Großbritannien mit knapp 5,8 Prozent, wie der Verband berichtete. Abgesehen von China seien im Großen und Ganzen die meisten Dosen an die am schwersten betroffenen Länder und Regionen gegangen, sagte Cueni. Dass Länder mit niedrigen und mittleren Einkommen nicht zum Zuge kämen, stimme nicht. Auf den nächsten Plätzen folgten Indien, Brasilien, die Türkei, Russland, Israel und Marokko.

Regierungen, die früh bestellt und bezahlt hätten und das Risiko eingegangen seien, bei Versagen der Firma viel Geld zu verlieren, würden auch zuerst beliefert, sagte Cueni. Covax habe erst im Dezember Verträge abgeschlossen. Dennoch werde die Zusage von zwei Milliarden Impfdosen an Covax in diesem Jahr aller Wahrscheinlichkeit nach übertroffen.

(APA/AFP)