Zu dem in Graz ansässigen Medienkonzern gehören 17 Wochen- und neun Tageszeitungen, darunter die "Kleine Zeitung" und "Die Presse".
Die Styria Media Group AG hat in den vergangenen Jahren ein beachtliches Wachstumstempo im In- und Ausland an den Tag gelegt. Neun Tages- und 17 Wochenzeitungen, 15 Magazine und ebenso viele Kundenmagazine sowie Online-Dienste, Radios, TV-Sender und Buchverlage gehören zu dem Grazer Medienunternehmen. Aktiv ist der Printriese neben Österreich vor allem in Kroatien und Slowenien.
Grundstein für die Styria 1869 gelegt
Begonnen hat alles im Jahr 1869: Damals wurde in Graz mit der Gründung des "Katholischen Preßvereins" der Grundstein für die Styria gelegt. 1879 erhielt die Vereinsdruckerei den Namen Styria. 1904 erblickte die "Kleine Zeitung" das Licht der Pressewelt und wurde schon bald zum Flaggschiff des Unternehmens.
Das Nazi-Regime in Österreich stellte eine deutliche Zäsur dar: Es gab Beschlagnahmung, Entlassungen und Verhaftungen. Die "Kleine Zeitung" musste im Dienste der "NS-Südostdeutschen Zeitungsgesellschaft" die Propaganda Hitlers verkünden. Nach Kriegsende entstanden die "Preßvereinsanstalten" und mit ihr die Styria von neuem, ab 1948 erschien auch die "Kleine Zeitung" wieder.
Umwandlung zur Styria Media AG 1997
Die Umwandlung zur Styria Media AG erfolgte im Jahr 1997. Aus einem "zentral gesteuerten und wenig transparenten Supertanker wurde ein flexibler Flottenverband mit dezentraler Führungsverantwortung", skizzierte die Verlagsleitung damals die strukturelle Neugliederung des Unternehmens. Die Anteile der Medien-AG liegen zu 98,33 Prozent bei der "Katholischen Medien Verein Privatstiftung" (vormals "Katholische Preßverein Privatstiftung") und zu 1,67 Prozent beim "Katholischen Medien Verein" (vorm. "Katholischer Preßverein"). Die Geschicke des Medienkonzerns werden seit 1999 von Horst Pirker als Vorstandsvorsitzendem gelenkt.
Zur Styria AG gehört inzwischen neben der "Kleinen Zeitung" auch "Die Presse": 1991 stieg die Styria bei "Presse" ein, die man 1999 zur Gänze übernahm. Seit 2006 hat die Styria die Mehreit beim "WirtschaftsBlatt". Auch die Wochenzeitung "Die Furche"gehört zum Medienkonzern wie auch Wochen- und Monatszeitungen sowie Magazine.
Antenne Steiermark sowie Antenne Kärnten
In den 1990er Jahren engagierte sich die Styria zunehmend auch im audiovisuellen Bereich. Zum Konzern gehören heute Antenne Steiermark sowie Antenne Kärnten.
Das Engagement des Grazer Konzerns machte aber auch vor den österreichischen Grenzen nicht halt. In Kroatien ist die Styria Media Group AG Alleinaktionärin der Traditions-Tageszeitung "Vecernji list" und hat außerdem die Tageszeitung "24 sata" auf den Markt gebracht. Zum Styria-Portfolio zählen außerdem das TV-Magazin "TVtjedan", das Suchportal www.njuskalo.hr sowie eine Mehrheitsbeteiligung an Kroatiens erster Wirtschafts-Tageszeitung "Poslovni dnevnik".
Knapp 50 Prozent Marktanteil in Kroatien
Die Styria hält in Summe knapp 50 Prozent Marktanteil am kroatischen Zeitungsmarkt. In Slowenien ist das Unternehmen bei der "Zurnal"-Mediengruppe an Bord (eine Gratis-Wochenzeitung, eine Gratis-Tageszeitung sowie eine News-Plattform) und ist weiters am Dnevnik-Zeitungsverlag beteiligt. Seit März 2008 ist die Styria-Unternehmensgruppe auch in der Region Friaul-Julisch-Venetien mit einem Mehrheitsanteil an der Wochenzeitung "Il Friuli" vertreten.
2009 belif sich der Marktumsatz des Konzerns auf 454 Millionen Euro.
(APA)