Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Schnellauswahl
Buchcoup

Hillary Clinton schreibt an einem Polit-Thriller (mit)

(c) REUTERS (REBECCA NADEN)
  • Drucken

Die frühere US-Außenministerin veröffentlicht im Herbst "State of Terror“. Gemeinsam mit Louise Penny schreibt sie über eine Ministerin, die versucht, eine Welle von Anschlägen aufzuklären.

Sie ist nicht die erste in der Familie, die sich an die Belletristik wagt. 2018 hat Bill Clinton mit „The President is Missing“ gemeinsam mit Bestsellerautor James Patterson einen handwerklich sauberen Politthriller geschrieben (mehr ist es aber auch nicht). Nun, nach dem Ex-Präsidenten, also auch die Ex-US-Außenministerin: Hillary Clinton (73) veröffentlicht im Herbst ihren ersten Roman, einen Polit-Thriller.

In "State of Terror" (in doppeltem Wortsinn etwa Zustand des Schreckens oder Staat des Terrors) geht es um eine - fiktive - Außenministerin, die in die Regierung ihres Rivalen eintritt und versucht, eine Welle von Anschlägen aufzuklären, die die Weltordnung ins Wanken gebracht haben.

In dem Roman wird der neue Präsident ins Amt eingeführt, nachdem die USA vier Jahre lang heruntergewirtschaftet worden seien und Teile der amerikanischen Regierung den Bezug zur Realität verloren haben, hieß es. Es sei ein "Drama mit Details von hinter den Kulissen, die nur ein Insider kennen kann", schrieb der Verlag weiter.

Louise Penny als Co-Autorin

Der 320-seitige Thriller soll am 12. Oktober erscheinen. Geschrieben hat Clinton den Roman gemeinsam mit der Kanadierin Louise Penny, "eine meiner Lieblingsautorinnen und meine enge Freundin", wie Clinton selbst auf Twitter sagte. Angaben zu einer deutschen Fassung gab es zunächst nicht.

Clinton war von 2009 bis 2013 US-Außenministerin unter Präsident Barack Obama und 2016 demokratische Kandidatin für die US-Präsidentschaftswahl. Sie hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht, unter anderem ihre Autobiografien "Living History" ("Gelebte Geschichte") aus dem Jahr 2003 und "Hard Choices" ("Entscheidungen") von 2014.

Politik und Literatur

Dass Politiker ihr Insiderwissen nutzen, um politische Thriller zu schreiben, ist eine eher neue Entwicklung –es schien wohl lange Zeit nicht vereinbar mit der Würde des Amtes. Üblich war nur die Nähe der Politthriller-Autoren zu den innersten Zirkeln der Macht. So ging eine Zeit lang etwa der US-amerikanische Thrillerautor Tom Clancy für seine Recherchen im Weißen Haus ein und aus, wo damals ein großer Clancy-Fan wohnte: Ronald Reagan.

Seit langer Zeit bekannt dagegen: literarisch brillanten Memoiren. Winston Churchill erhielt dafür den Literaturnobelpreis, Charles de Gaulles Erinnerungen sind stilistisch so brillant, dass sie in Frankreich auch als als literarische Maturalektüre verwendet wurden.

>> Polit-Hobbykünstler, von Churchill bis Bush

(red./ag.)