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Kuba wird 500.000 Staatsdiener entlassen

CUBA RECONSTRUCTION AFTER HURRICANES
(c) EPA (Alejandro Ernesto)
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In den ersten drei Monaten 2012 werden mehr als eine halbe Million Kubaner ihren Job beim Staat verlieren, kündigt die Regierung an. Sie sollen in den entstehenden privatwirtschaftlichen Unternehmen unterkommen.

Kubas Regierung will in den ersten drei Monaten des kommenden Jahres mehr als 500 000 Beschäftigte aus Ministerien und Staatsbetrieben entlassen. Das teilte am Montag die Zentrale Gewerkschaft der Arbeiter Kubas (CTC) in ihrem Wochenblatt "Trabajadores" in Havanna mit. Bereits Anfang August hatte Präsident Raúl Castro angekündigt, im Zuge seiner Reformen in der angeschlagenen Wirtschaft überzählige Beschäftigte zu entlassen. Sie sollten Jobs in den neu entstehenden privaten Kleinbetrieben bekommen.

Deformation des Verhaltens der Arbeiter

Die sozialistische Führung erhofft sich von dem Schritt eine Steigerung der Produktivität der schwächelnden Planwirtschaft. "Unser Staat kann und darf Unternehmen und Produktionseinheiten mit aufgeblasenen Belegschaften und Verlusten, die die Wirtschaft belasten, nicht weiter aufrechterhalten", hieß es am Montag in einer Mitteilung der CTC. "Sie sind kontraproduktiv, erzeugen schlechte Gewohnheiten und deformieren das Verhalten der Arbeiter."

Kuba ist nach der Weltwirtschaftskrise, Unwetterkatastrophen, aber auch durch Korruption und sozialistische Misswirtschaft in eine schwere Krise geraten. Das Land muss unter anderem Lebensmittel für umgerechnet über eine Milliarde Euro importieren.

(Ag.)