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Israel

Die umstrittene Impfdiplomatie des Benjamin Netanjahu

Israels Premier Netanjahu mit einer neuen Pfizer-Ladung.
APA/AFP/POOL/MOTTI MILLROD
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Der Impfweltmeister spendet überschüssige Dosen an befreundete Staaten, die Jerusalem als unteilbare Hauptstadt anerkannt oder Schritte in die Richtung unternommen haben. Dazu zählen auch Ungarn und Tschechien.

Nach China, Indien und Russland versucht sich nun auch Israel in Impfdiplomatie. Wie diese Woche bekannt wurde, spendet der Impfweltmeister Tausende überschüssige Dosen des US-Herstellers Moderna an verbündete Staaten. Zwar macht die Regierung keine Angaben über die Empfänger, doch Medienberichten zufolge handelt es sich dabei vorwiegend um Länder, die ganz Jerusalem als Israels Hauptstadt anerkannt haben – entgegen der vorherrschenden internationalen Sicht, der Ostteil der Stadt solle einmal Hauptstadt eines Palästinenserstaats werden.

Israel verfüge über „mehr als genug Vakzine“, erklärte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Deshalb habe er entschieden, einigen verbündeten Staaten eine symbolische Anzahl zu senden – „im Gegenzug zu Dingen, die wir bereits bekommen haben“, wie er kryptisch hinzufügte.
Mit Berufung auf ungenannte Quellen wurden israelische Medien konkreter: Rund 100.000 Impfstoffdosen des US-Herstellers Moderna soll Israel laut Berichten des öffentlich-rechtlichen Senders Kan an etwa 15 Staaten schicken. Dazu zählen Honduras, Guatemala, Ungarn und Tschechien – allesamt Länder, die ihre Botschaft in Jerusalem unterhalten oder zumindest die Bereitschaft bekundet haben, eine diplomatische Vertretung dort zu eröffnen.