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Architektenhäuser

Wohnvergnügen statt Wiederverkaufswert

Villa in Gaaden-Hinterbrühl
Villa in Gaaden-HinterbrühlMaximilian Haidacher
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Wer sich für ein solches Unikat entscheidet, schielt nicht auf den Profit, sondern auf das Besondere, das sonst niemand hat. Wichtig ist dabei nur, dass es die eigene Persönlichkeit repräsentiert.

Die Entscheidung für ein Architektenhaus macht es möglich, alle Ideen und Vorstellungen, die man je vom ganz persönlichen Traumhaus hatte, umzusetzen. Wer sich auf diesen Prozess einlässt, muss sich mit Plänen beschäftigen sowie Entscheidungen treffen – und lässt sich mit Argumenten wie einem eventuellen Wiederverkaufswert nur selten von diesen abbringen. Wer sich als Käufer zu einem solchen Haus entschließt, kann daher eine Wohnstatt wie keine andere bekommen.

Große Namen

Mit ein bisschen Glück kommt eine solche Immobilie sogar mit einem oder zwei großen Architektennamen daher. Wie etwa bei einer Villa in Gaaden-Hinterbrühl, die der Bauherr in den Jahren 1995 bis 1997 mit keinem Geringeren als Paolo Piva und dem heimischen Architekten Fridtjof Tonejc geplant hat. Der Grundgedanke war, ein völlig uneinsichtiges Familienhaus mit drei Wohneinheiten zu bauen; dieses Konzept wurden dann auf einer Wohnfläche von insgesamt 1000 Quadratmetern verwirklicht. Diese verteilen sich auf elf Räume – darunter sieben Schlafzimmer – und sechs Bäder sowie diverse Versorgungsräume, in die durch die ausgefallenen, teils bis in das Dach hochgezogenen Fenster und Verglasungen jede Menge Tageslicht fällt. Außerdem gibt es einen Wellnessbereich samt Sauna, Solarium, Infrarotkabine und Hallenbad; ein weiterer Pool mit Gegenstromanlage im Garten sorgt im Sommer für Bewegung an der frischen Luft.

Für den Winter sind ebenfalls ein paar Annehmlichkeiten verbaut, wie etwa die so repräsentative wie beheizbare Auffahrt, die in eine Garage mit zehn Stellplätzen führt, von der aus ein Lift alle Geschoße verbindet. Auch vor Bedrohungen sind die künftigen Bewohner geschützt: Das Haus verfügt über kugelsichere Scheiben und einen Atombunker. Der Kaufpreis beträgt 5,5 Millionen Euro, vermittelt wird es über S Real Immobilien.
Für eine Anhöhe in einem Naturschutzgebiet am Achensee entwarf der Vorarlberger Architekt Oskar Leo Kaufmann 2013 eine Villa im ganz großen Stil – was wörtlich zu nehmen ist.

Insgesamt 500 Quadratmeter Wohnfläche verteilen sich dabei auf zwei Einliegerwohnungen mit jeweils gut 60 Quadratmetern auf den ersten Wohnebenen, die Hauptwohnung zieht sich dagegen mit 279 Quadratmetern über die beiden oberen Etagen. In allen Stockwerken findet sich neben großen Fensterflächen ein puristisch-alpines Design mit entsprechend ausgesuchten Möbelstücken samt Designerküche mit Corian-Fronten. Außerdem hat das Haus einen Wellnessbereich, Fitnessraum, Weinkeller und eine Sauna; ein Highlight ist der beheizte Edelstahl-Pool auf der Dachterrasse, der als Infinity-Becken zum See hin konzipiert ist und schon allein optisch Vergnügen bereitet. Vermittelt wird das Haus über Remax Conterra in Innsbruck, aufgerufen sind dafür 4,7 Millionen Euro.

Kunst und Kontraste

Ebenfalls über drei Ebenen zieht sich eine 2012 erbaute Villa im Tiroler Kirchberg, die eine außergewöhnliche Mischung aus moderner Architektur und rustikalem Charme ist. Was schon beim äußeren Anblick offenkundig wird: So ist der schlichte, modern verkleidete Kubus von einem Zaun umrahmt, der unter anderem aus rohen, spitz zulaufenden Holzstämmen besteht. Ein Kontrast, der sich im Inneren fortsetzt: Hier sorgen Elemente wie eine schwebende Stiege, Lichtbänder um den Essbereich, frei stehende Wannen und Kunstobjekte wie eine gigantischer Flamingo-Skulptur für das moderne, jede Menge Altholz, Türgriffe aus Astholz und Bergpanoramen als Sichtschutz für das alpine Flair. Gewohnt wird auf 250 Quadratmetern, die sich auf drei Schlafzimmer und drei Bäder verteilen; darüber hinaus gibt es eine Doppelgarage, drei Stellplätze und einen Garten mit Terrasse. Vermittelt wird das Architektenhaus über Kitzimmo, der Kaufpreis liegt bei 3,1 Millionen Euro.

> > > Luxus-Objekte, die derzeit verkauft werden, finden Sie unter:  www.diepresse.com/immobilien/objekte/luxus

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.02.2021)