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Erkennungsdienstliche Aufnahme von Rosa Luxemburg (1871 bis 1919), Warschauer Polizeigefängnis 1906.
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Zum 150. Geburtstag

Ist Rosa Luxemburg als linker Mythos auch heute vorstellbar?

Mit ihrem selbstverständlichen Engagement für Frauenrechte, ihrer radikalen Kritik an jeder Art von Kolonialismus und nicht zuletzt in dezidiert antispeziesistischen Ansätzen bietet Luxemburgs Werk bis heute unverhoffte Anknüpfungspunkte jenseits historisch-materialistischer Linientreue.

Die junge Frau studiert Biologie, zweifellos aus Neigung. „Sie haben vielleicht bemerkt, wie drollig die Haubenlerchen laufen, mit kleinen behenden Schrittchen, trippelnd, nicht wie der Spatz mit beiden Beinchen hüpfend“, schreibt sie knapp dreißig Jahre später in einem ihrer vielen Briefe, immer noch voll Begeisterung und Mitgefühl für Tiere aller Art, auch wenn sich ihr Vogelbeobachtungsposten inzwischen hinter Gitter verlagert hat. Es ist nicht ihr erster Gefängnisaufenthalt.