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Fußball

Ex-Rapidler Zlatko Kranjcar verstorben

Fussball WM 2006: Brasilien - Kroatien
Kranjcar bei der WM 2006 als kroatischer Teamchef.Schaadfoto
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Der ehemalige Rapid-Spieler und Teamchef der kroatischen Fußballnationalmannschaft Zlatko Kranjcar ist tot.

Zlatko Kranjcar, mit Rapid Wien als Spieler zweifacher österreichischer Fußball-Meister, ist tot. Der ehemalige Teamchef sei in Zagreb nach einer kurzen schweren Krankheit verstorben, bestätigte Kroatiens Fußballverband am Montag entsprechende Medienberichte. Er war 64 Jahre alt. Kranjcar lief im ersten Länderspiel von Kroatien als eigenständige Nation gegen die USA im Oktober 1990 als Kapitän der Auswahl ein.

Der in Zagreb geborene Kranjcar spielte zuvor elf Mal für Jugoslawien. Für Rapid war der Stürmer von 1984 bis 1990 tätig, er erzielte 132 Pflichtspieltore für die Grünweißen und ist damit laut Rapid der treffsicherste Legionär in der Vereinshistorie. 1987 und 1988 gewannen die Hütteldorfer mit ihm zweimal die Meisterschaft, holten mit Kranjcar drei Cupsiege und zogen ins Europacupfinale 1985 ein. Sturmpartner waren damals Hans Krankl und Peter Pacult, der Erfolgscoach hieß Otto Baric. Kranjcars Landsmann starb im vergangenen Dezember an den Folgen einer Coronainfektion.

Als Profi war Kranjcar danach auch für den VSE St. Pölten tätig. Als Trainer startete er seine Laufbahn ebenfalls in Österreich beim unterklassigen SV Wienerfeld und Austria Klagenfurt. Mit Kroatien nahm er als Teamchef an der WM-Endrunde 2006 teil. Zuletzt arbeitete Kranjcar von 2018 bis 2019 als Betreuer der iranischen U23-Auswahl. Davor stand er in seiner Heimat u.a. für Rekordmeister Dinamo Zagreb an der Seitenlinie. Weiters betreute er auch die Nationalauswahl von Montenegro.

"Ruhe in Frieden, Zizo", hieß es in einem von Rapid veröffentlichten Nachruf, in dem der Club der Trauerfamilie seine Anteilnahme aussprach. In Gedenken an Kranjcar wird Rapid das kommende Derby am Sonntag gegen die Wiener Austria mit Trauerflor bestreiten. Club-Präsident Martin Bruckner zeigte sich "schockiert" über das frühe Ableben es ehemaligen Stars. "Kranjcar war einer der besten Legionäre in unserer Vereinsgeschichte und ich bin sehr dankbar, dass ich ihn in den 1980er-Jahren in zahllosen Spielen live erleben durfte", sagte er.

Die Liga würdigte den ehemaligen Angreifer als zweit-torgefährlichsten Legionär der Bundesliga-Geschichte. Kranjcars 108 Tore wurden nur vom Spanier Jonatan Soriano mit 120 übertroffen, der diese Marke in 144 Partien für Salzburg aufstellte.

Wie die Tageszeitung "Jutarnji list" am Montag berichtete, wurde Kranjcar vor zehn Tagen in Zadar ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem sich sein Gesundheitszustand verschlechtert hatte. Zwar wurde er rasch in die Hauptstadt überstellt, die Ärzte hätten sein Leben aber nicht mehr retten können.

(APA)