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Führungsfehler

Ach, Mami! oder: Frauen gleichen Psychopathen aus

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Kolumne „Führungsfehler“. Dieser Tage trudeln viele Studien zum Weltfrauentag ein, wie wichtig Frauen doch für die Wirtschaft sind. Etwa dieses Leckerli.

Welche Überraschung: Gemischte Entwicklerteams performen besser als rein männliche. Das fanden Forscher des Software-Forschungszentrums der Science Foundation Ireland nach Befragung von 483 geprüften Entwicklern beiderlei Geschlechts heraus.

Ein alter Hut, aber die Begründung ist neu: Frauen gleichen die psychopathischen Tendenzen männlicher Kollegen aus, steht da. Wörtlich: „Entwicklerinnen sind beispielsweise ehrlich-bescheidener und emotionaler, während ihre männlichen Berufskollegen laut der Studie eher psychopathische Persönlichkeitsmerkmale zeigen.“

Und weiter: „Eben diese psychopathischen Merkmale wirken sich negativ auf die Team-Performance aus. Das Einbeziehen von Frauen in Software-Teams steigert die Leistung des Teams und verringert Fehlverhalten am Arbeitsplatz wie Fehlzeiten und Alkoholmissbrauch, so die Forscher.“

Wen haben wir denn hier? Die perfekte Mami! Ehrlich-bescheiden, emotional, warmherzig und bemutternd. Stets dahinter, dass Söhnchen brav in die Arbeit geht und nicht gar so viel trinkt. Auch wenn Söhnchen sozial auffällig ist, psychopathisch gar – Mami holt ihn wieder herunter. Söhnchen arbeitet dann verlässlicher, kassiert die Lorbeeren und steigt auf. Mami bleibt zurück, stolz und glücklich, dass Söhnchen seinen Weg macht.

Liebe Studienautoren und „Forscher“: Wenn ihr es denn wirklich ernst meint mit der Gleichstellung – zementiert nicht die alten Klischees. Die helfen uns nämlich gar nicht weiter. Danke.

 

Das Management. Unendliche Möglichkeiten für Führungsfehler im engeren Sinn (Mitarbeiterführung) und im weiteren (Organisationsführung). Wenn Sie einen Führungsfehler loswerden wollen, schreiben Sie an: andrea.lehky@diepresse.com

Ähnlichkeiten mit realen Personen und Organisationen sind zufällig und nicht beabsichtigt.