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Wallner kündigt an, Lokale in Vorarlberg auch indoor zu öffnen

Markus Wallner bei der Pressekonferenz am Montag.
Markus Wallner bei der Pressekonferenz am Montag.(c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)
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Wie weitgehend wird die Die Corona-Öffnung in Vorarlberg sein? Besonders erfreut zeigte sich der Vorarlberger Landeshauptmann am Montagabend darüber, die Gastronomie zum 15. März vollständig zu öffnen.

Am Montagabend kündigte der Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) weitgehende Öffnungen an - Lokale sollen demnach nicht nur ihre Gastgärten öffnen, sondern den Gästen generell offen stehen - also auch indoor. Skihütten könnten in der ausklingenden Saison ebenfalls aufmachen, aber nicht mit klassischem Apres Ski.

Er sprach er davon, die am Montag angekündigten Öffnungsschritte "verantwortungsbewusst und mutig" anzugehen. Es seien einige Grundsatzeinigungen erzielt worden, die Details müssten in den nächsten Tagen verhandelt werden. Es folge nun eine "intensive Vorbereitungsphase" bis 15. März.

Zutritt nur mit Test - aber auch Selbsttetst

Wallner beschrieb die Verhandlungen in der Bundeshauptstadt als "nicht einfach", letztlich könne man aber nicht ewig im Lockdown verharren. Das Land habe seine Hausaufgaben gemacht, sei mit dem voll digitalisierten Contact Tracing "sehr schnell". Besonders erfreut zeigte sich Wallner über die Einigung, die Gastronomie in Vorarlberg zum 15. März wieder vollständig zu öffnen, also auch indoor.

Zutritt werde nur haben, wer einen negativen Corona-Test vorweisen könne. Diesbezüglich sei vereinbart worden, dass auch Selbsttests als Zutrittstests Gültigkeit haben werden - was aktuell nicht der Fall ist. Selbstverständlich gelte es in den kommenden Tagen entsprechende Vorarbeit zu leisten. Insbesondere müssten Selbsttests registriert werden können, vor allem müsse das System fälschungssicher gestaltet werden.

"Irgendwann muss man diesen Schritt probieren", betonte der Landeshauptmann. Sollte der Versuch mit den Selbsttests klappen, so könnte das laut Wallner der "Beginn einer Änderung im Testwesen" sein. Wallner wies auch darauf hin, dass die Gastronomie sehr auf eine Öffnung gedrängt habe, nun nehme er sie auch in die Pflicht: "Jetzt heißt es anpacken!"

Was wäre problematisch?

In der Frage, bei welchem Szenario man wieder mit Verschärfungen reagieren müsste, sei man übereingekommen, dass es "keinen Automatismus" geben werde. Problematisch wären aber jedenfalls "Inzidenz-Zahlen von 400 auf Bezirksebene". Wallner sprach sich sehr dafür aus, Lockdowns - sollten diese notwendig sein - regional zu beschränken. Zu Öffnungsschritten in Kultur und Sport sagte Wallner, dass es ihm dabei vor allem um die Jugend gehe. "Veranstaltungsregeln" - welche Veranstaltungen dürfen im Allgemeinen unter welchen Bedingungen und mit wie vielen Besuchern stattfinden - müssten noch diskutiert werden.

Die Reaktionen in Vorarlberg waren vorerst ausschließlich positiv. Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung sprachen von einem "wegweisenden Signal für Gesellschaft und Wirtschaft". Auch Neos-Chefin Sabine Scheffknecht befürwortete das "regional unterschiedliche Vorgehen". FPÖ-Parteichef Christof Bitschi hatte schon zu Mittag gefordert "Öffnungen für Vorarlberg sicherzustellen".

(APA/red.)