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Corona-Impfstoff

Wieder Gespräche über Sputnik-V-Produktion in Österreich

Nach Ungarn sind auch in der Slowakei mittlereweile Coronaimpfungen aus Russland der Marke Sputnik V im Einsatz. Russland will die Produktionskapazitäten mithilfe Österreichs erhöhen.
Nach Ungarn sind auch in der Slowakei mittlereweile Coronaimpfungen aus Russland der Marke Sputnik V im Einsatz. Russland will die Produktionskapazitäten mithilfe Österreichs erhöhen.APA/AFP/PETER LAZAR
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Russland intensiviert in Wien die diplomatischen Bemühungen, in Österreich den Corona-Impfstoff Sputnik V zu produzieren. Die Regierung ist offen für Vorschläge und Lieferungen - eine EMA-Zulassung vorausgesetzt.

Der russische Botschafter in Wien, Dmitri Ljubinski, hat am Montag im Bundeskanzleramt mit Vertretern des Kabinetts von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) über etwaige Lieferungen sowie eine etwaige Produktion des russischen Impfstoffs Sputnik V in Österreich gesprochen, bestätigte ein Sprecher des Bundeskanzlers am Dienstag eine russische Aussendung. Zu Details halten sich beide Seiten einstweilen bedeckt.

Der Termin des Botschafters am Montag sei im Kontext der laufenden Gespräche mit Russland über etwaige Lieferungen von Sputnik V gewesen, die bereits vor einem diesbezüglichen Telefonat von Kurz und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin begonnen hätten, hieß es im Bundeskanzleramt. Der Bundeskanzler hatte am Freitag in diesem Gespräch unter anderem betont, dass es nach einer Zulassung des russischen Impfstoffs durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) dazu kommen könne.

„Regierung über vorhandene Möglichkeiten informiert"

Laut einer Aussendung der russischen Botschaft sind am Montag im Bundeskanzleramt aber auch erneut die Bemühungen des staatlichen "Russischen Fonds für Direktinvestitionen" (RFPI) hinsichtlich der Produktion von Sputnik V in Österreich erörtert worden. Nachdem Fonds-Chef Kirill Dmitrijew kürzlich in einem ORF-Interview von "Verhandlungen mit mehreren österreichischen Firmen" gesprochen hatte, hatte die russische Botschaft die Übergabe eines Briefs verlautbart: "Auf RFPI-Initiative wurde die österreichische Regierung über die vorhandenen Möglichkeiten informiert", sagte Botschafter Ljubinski der russischen Nachrichtenagentur TASS.

Konkrete Angaben über jene Firmen in Österreich, mit denen über eine etwaige Produktion von Sputnik V verhandelt werden soll, blieben russische Stellen indes bisher schuldig. Ein Botschaftssprecher erklärte am Dienstag, dass es aus Sicht der Botschaft nicht korrekt wäre, diese Namen von Dritten zu nennen. Der "Standard" berichtete indes am Montag, dass die Firma Polymun Scientific in Klosterneuburg, die bereits Komponenten für den Impfstoff von Biontech/Pfizer herstelle, auch für eine etwaige österreichische Produktion von Sputnik V sowie des Impfstoffes von AstraZeneca infrage käme.

(APA)