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Coronavirus

Mittelosteuropa sucht verzweifelt nach Impfungen

The coronavirus disease (COVID-19) outbreak in Prague
(c) REUTERS (DAVID W CERNY)
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Die von der EU georderten Vakzine gegen Covid-19 werden erst nach Ostern flächendeckend verfügbar sein. Doch bis dahin könnten die Gesundheitssysteme in den Visegrád-Staaten bereits kollabiert sein.

Prag/Bratislava/Warschau/Budapest. Während der ersten Welle der Pandemie im Frühjahr 2020 ist Mittelosteuropa vergleichsweise glimpflich davongekommen. Doch jetzt schlägt Corona in der Region mit voller Wucht zu: Was die Zahl der Neuerkrankungen anbelangt, lagen die Visegrád-Staaten Ungarn, Polen, Tschechien und Slowakei zuletzt klar über dem EU-Schnitt – im Fall Tschechiens sogar katastrophal darüber. In ihrer Not setzen die Regierungen auf Impfstoffe aus China und Russland, die in der EU noch gar nicht zugelassen sind. Nach dem Vorreiter Budapest bemühen sich nun auch Warschau, Prag und Bratislava um zusätzliche Vakzine.

Die Visegrád-Länder sehen sich mit einem kurzfristig dramatischen Problem konfrontiert: Die Lieferungen der auf EU-Ebene georderten Impfstoffe von Pfizer/Biontech, Moderna und AstraZeneca werden erst nach Ostern im großen Stil anlaufen – im zweiten Quartal werden allein diese drei Hersteller mindestens 300 Mio. Dosen liefern, hinzu kommt der (vermutlich Ende nächster Woche zugelassene) Impfstoff von Johnson & Johnson, der ab April zur Verfügung stehen soll, sowie voraussichtlich das Vakzin des deutschen Produzenten Curevac.