Mit dem Modell 8100 will Research In Motion seinen Blackberry zur Perle machen. Stellt sich nur die Frage, ob Perlen bei jedem Anlass passend sind.
Blackberry gehört unbestritten zu den Erfolgsmodellen der Mobilfunkwelt. Angesichts der Möglichkeit, den Mailkontakt auch unterwegs in gewohnter Weise aufrechtzuerhalten, fand sich der technikaffine Business-User auch mit dem mäßig geglückten Design der Ur- Blackberrys ab oder lernte es sogar zu lieben – Schönheit liegt schließlich im Auge des Betrachters.
Mittlerweile ist Blackberry nicht mehr der einzige Pushmail-Dienst, und auch bei den Endgeräten ist das Monopol längst gefallen. Wohl auch deswegen brachte Blackberry-Hersteller RIM nun den Pearl auf den Markt, dessen Optik radikal in Richtung stylishes Edelhandy geändert wurde. Mit Erfolg – der Pearl kann sich durchaus mit den angesagtesten Designerhandys messen. Auch in der Ausstattung zeigt sich, dass Businessanbieter RIM neue Zielgruppen ansprechen will: Zwar fand sich im ultraflachen Gehäuse kein Platz für UMTS oder WLAN, die Megapixel- Kamera (mit Blitz!) fehlt aber ebenso wenig wie der MP3-Player. Sogar ein Minispiegel für Selbstporträts ziert die Rückseite. Leider ist auch die Qualität der Bilder so mittelmäßig, wie man es eben von Fotohandys gewohnt ist.
Die Bedienung macht dank klarer Menüführung und einfacher Navigation mittels Trackball (der „ Perle“) kaum Probleme. Lediglich für die Erstinstallation sollte man sich ein wenig Zeit nehmen und – will man auch Pushmail nutzen – die Durchwahl seines Systemadministrators parat haben.
Leider hat Schönheit auch ihren Preis. Den zahlt der User bei der Texteingabe: Wie bei anderen Blackberrys setzt RIM auch beim Pearl statt auf das herkömmliche T9-System auf eine Mini-QWERTZ-Tastatur. Für diese Lösung ist das Tastenfeld aber schlicht zu klein.
Fazit: Mit dem Pearl gibt es endlich für jene einen Blackberry, die auch auf Kompaktheit und Design Wert legen. Poweruser, die unterwegs viele oder längere Mails schreiben, werden allerdings die etwas größeren Tastaturen anderer Modelle vermissen.
Gefällt: Sehr gelungenes Design, zeitgemäße Freizeit-Features (Kamera, MP3), lange Akku-Laufzeit. Standardanschluss für Kopfhörer.
Gefällt nicht: Tastatur nicht optimal gelöst, kein UMTS, Einschub für Speicherkarte hinter Akku.