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Gastkommentar

Ist Nawalny ein Rechtsextremer?

FILE PHOTO: Russian opposition politician Alexei Navalny attends a court hearing earlier court decision to change his suspended sentence to a real prison term
REUTERS
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Der Kreml versucht, den Westen und die NGO „Amnesty International" mit seinen eigenen Waffen zu schlagen.

Kürzlich wurde publik, dass Amnesty International dem russischen Oppositionspolitiker Alexej Nawalny, der bekanntlich eine politisch motivierte Haftstrafe absitzt, den Status des „Gewissensgefangenen“ abgesprochen habe.

Genauer: Eine interne Positionierung, wonach man weiterhin für Nawalnys Freilassung kämpfen, den Wortlaut aber modifizieren werde, geriet an die Öffentlichkeit. In Westeuropa haben sich zuletzt kritische Stimmen gehäuft, die Nawalny als extremen Nationalisten brandmarken, in manchen Kommentaren in den sozialen Medien stand gar von einer „Angst“ zu lesen, die Nawalnys „kalte Augen“ hervorrufen würden.

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Dann brachte ein Zoom-Anruf in der Londoner Amnesty-Zentrale, in dem zwei bekannte Spaßmacher aus dem russischen Fernsehen vorgaben, zu Nawalnys Stab zu gehören, die NGO ins Schwanken; man stieg gutgläubig auf eine Diskussion zum Schlagwort des „Gewissensgefangenen“ ein und lächelte in die Kamera. Es dürfte ein Feiertag für den Kreml gewesen sein, über 100 russische Medien berichteten.