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Fahrbericht

Citroën C3: Zurück zu den gemütlichen Wurzeln

Der neue Citroën C3
Der neue Citroën C3(c) Die Presse/Clemens Fabry (Clemens Fabry)
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Citroën hat sein Erfolgsmodell C3 optisch leicht adaptiert, unter der Haube ist es ein solider, unaufgeregter Kompaktwagen geblieben.

Wien. Französische Autos zeichnet zweierlei aus: das Design und der Fahrkomfort. Das heißt nicht, dass es keine sportlichen Modelle gibt. Aber einen echten Sportwagen sucht man beispielsweise im gesamten PSA-Konzern, der ja mittlerweile mit FCA zu Stellantis verschmolzen ist, vergeblich.

Beim neuen C3 kennt Citroën seine Zielgruppe sehr genau, man versucht es erst gar nicht mit sportlich. Die stärkste Motorisierung ist ein aufgeladener Dreizylinder-Benzinmotor mit 110 PS (81 kW), der etwa zehn Sekunden auf 100 km/h braucht. Damit gewinnt man keine Rennen – kann man auch wegen des Fahrwerks nicht, das dafür viel zu weich ist.

Rückleuchten in Zwiebelringen
Rückleuchten in Zwiebelringen(c) Die Presse/Clemens Fabry (Clemens Fabry)

Ist das schlecht? Nein, es ist nur ungewohnt, wenn man wieder einmal ein Auto fährt, das weder einen Plug-in-Hybridantrieb hat noch versucht, durch sonstige technische Raffinessen aufzufallen. Der neuen Citroën C3 ist einfach ein ganz normales Auto, das uns in gemütlichen Stoffsitzen so komfortabel und unaufgeregt wie schon lang keines mehr durch die Stadt kutschiert hat.

Das Fahrwerk dämpft Straßenunebenheiten großzügig, das Automatikgetriebe verwaltet brav und unauffällig seine sechs Gänge, der Dreizylindermotor schnurrt vor sich hin und wird erst bei deutlichem Druck auf das Gaspedal wirklich vernehmbar. Der Testverbrauch lag bei 6,7 Litern.

Außen sieht der Citroën mit der Doppellackierung hübsch aus, die in drei Etagen aufgeteilten Lichter vorn geben ihm ein Alleinstellungsmerkmal, ebenso wie die seitlichen Airbumps, die Schutzpolster an den Türen. Hinten leuchten Rücklichter in Zwiebelringen.

Links hinter dem Lenkrad gut versteckt - der Tempomat
Links hinter dem Lenkrad gut versteckt - der Tempomat(c) Die Presse/Clemens Fabry (Clemens Fabry)

Im Innenraum dominiert Hartplastik, das aber nicht weiter stört und von den Designern mit einer imitierten Holzleiste durchbrochen wird. Was stört, ist dagegen beispielsweise die Bedienung der Klimaanlage über den 7,0-Zoll-Touchscreen. Man muss dafür erst die Navigation wegdrücken, bevor man ins entsprechende Menü kommt. Und warum alle PSA-Modelle den Tempomat so gut hinter dem Lenkrad verstecken, dass man die Bedienelemente nie sieht, bleibt ein Rätsel.

Der neue Citroën C3 beginnt bei 14.790 Euro, das Topmodell mit 110 PS und Sechsgang-Automatik bei 22.740 Euro.


[R987Q]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.03.2021)