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Pandemiepolitik

EU-Kommissar Breton begrüßt Impf-Initiative von Kurz mit Israel

Ministry of Economic Development meeting between the European Commissioner responsible for the European Vaccines Task Fo
EU-Binnenmarktkommissar Breton (Frankreich) findet die österreichisch-dänische Initiative okay.imago images/Independent Photo A
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Treffen des Franzosen mit Bundeskanzler Kurz am Freitagnachmittag in Wien. Aus Paris war zuvor Kritik gekommen, weil Österreich und Dänemark mit ihrer Aktion die Einheit der EU verletzen würden.

Der für die Corona-Impfung zuständige EU-Binnenmarktkommissar, Thierry Breton, hat im Vorfeld des Treffens mit Sebastian Kurz (ÖVP) heute Nachmittag dessen Vorstoß, im Verein auch mit Dänemark eine Impfallianz mit Israel zu bilden, begrüßt. "Ich habe absolut keine Angst, dass dies gegen irgendjemanden gerichtet ist - es geht nur darum, die globale Zusammenarbeit zu verbessern", sagte der Franzose laut "Politico". Er werde am Freitag mehr wissen, fügte er hinzu, nachdem er sich mit Kurz persönlich getroffen habe.

Breton hat im Februar die Leitung einer neu gegründeten EU-Taskforce zur Impfstoffproduktion in Europa übernommen. Aus der EU-Kommission hieß es, Ziel des Besuches sei es, sich über wichtige Themen im Hinblick auf die Impfstrategie und die Impfstoffproduktion in Europa auszutauschen. Vor dem Hintergrund der Task Force sollen sich die Gespräche auch darum drehen, wie die Produktionskapazitäten für Impfstoffe in der EU verstärkt werden können und welche Rolle Österreich dabei spielen kann.

„Nicht mehr allein auf EU verlassen"

Breton hat diesbezüglich bereits die Niederlande und Italien besucht, vor seinem Eintreffen in Österreich war er am Freitag in Ungarn.

Die wohlwollenden Worte des französischen EU-Kommissars sind speziell deshalb interessant, weil die französische Regierung am Donnerstag die dänisch-österreichische Impfstoff-Initiative mit Einbindung Israels als „gegen die europäische Einheit gerichtet" gescholten hatte. Kurz wiederum hatte in Israel gesagt, dass man sich bei einer lebenswichtigen Frage wie der Covid-Bekämpung nicht weiter allein auf die Arbeit dazu auf EU-Ebene verlassen werde.

(APA)