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Auf der Traumstraße durch das Erwin Hymer Museum in Bad Waldsee.
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Camping-Kult

In 80 Wagen um die Welt

Das Erwin-Hymer-Museum im oberschwäbischen Bad Waldsee erkundet das Reisen mit Caravan und Wohnmobil von den 1930ern bis in die Zukunft. Dem Camping-Trend hat Corona noch einmal Vorschub geleistet.

Pandemiebedingt brach das Jahr 2020 alle Caravaning-Rekorde. Auch in diesem Jahr werden sich die Reise-Einschränkungen vermutlich positiv auf die Branche auswirken, denn mit einem Wohnmobil oder einem Wohnwagen mit eigener Küche und Dusche ist man autark und kann Abstand halten. Camping auf Rädern hat schon seit Längerem einen positiven Imagewandel erfahren. Was früher für „spießig“ gehalten wurde, gilt heute als wieder angesagt. Das Klischee, dass Wohnwagen und Reisemobile nur etwas für Traditionalisten sind, ist längst widerlegt. Die Generation Y besinnt sich wieder auf Werte, die in den 1930er-Jahren für die Erfinder der ersten Wohnanhänger wichtig waren: selbstbestimmt, flexibel, spontan zu reisen und vor allem in der Natur zu sein.

Seit zehn Jahren präsentiert das Erwin-Hymer-Museum im oberschwäbischen Bad Waldsee die Entwicklung des mobilen Reisens anhand verschiedener Reiseziele und historischer Fahrzeuge unterschiedlichster Hersteller. Erwin Hymer wurde in Bad Waldsee als Sohn eines Karosseriebauers geboren. Sein erster Wohnwagen, der Eriba Puck, ging 1958 in Serie. Drei Jahre später konzipierte er das Reisemobil Caravano.