Islam-Seminar der FPÖ: Vortragende muss vor Gericht

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Islam-Seminar der FPÖ: Vortragende muss vor Gericht(c) EPA (FELIX HEYDER)

In einem Seminar des Freiheitlichen Bildungsinstituts sollen islamfeindliche Aussagen gefallen sein. Die Vortragende ist nun wegen Verhetzung angeklagt worden.

Ein Islam-Seminar des Freiheitlichen Bildungsinstituts (FBI) hat nun ein gerichtliches Nachspiel. Die Vortragende soll in dem Seminar im vergangenen Herbst islamfeindliche Aussagen getätigt haben. Die Staatsanwaltschaft Wien hat deshalb beim Landesgericht einen Strafantrag wegen Verhetzung eingebracht, wie das Magazin "News" am Mittwoch in einer Vorabmeldung berichtete. Bei einer Verurteilung drohen bis zu drei Jahre Haft.

FBI-Geschäftsführer Klaus Nittmann will die Frau "natürlich" weiterhin beschäftigen, wie er auf Anfrage betonte. Er verwies auf die Unschuldsvermutung und zeigte sich überzeugt, dass der Tatbestand der Verhetzung nicht erfüllt sei. 

"Justiz darf sich nicht zum Handlanger der Scharia machen"

Nittmann ortet ein "Kesseltreiben" gegen aufgeklärte Frauen: "Die Justiz muss schon aufpassen, dass sie sich nicht zum Handlanger der Scharia macht. Es ist bedenklich, dass Frauen, die berechtigte Angst vor dem Islam haben und sich kritisch äußern, dann vor Gericht gestellt werden." Von der freiheitlichen Parteispitze gab es keine Stellungnahme zu der Causa.

Die Vortragende soll in dem Seminar unter anderem gesagt haben: "Der Islam ist feindselig. Der Koran ist böse" und "wenn Kardinäle Kinder vergewaltigen, machen sie das trotz der Religion. Muslime vergewaltigen Kinder wegen der Religion."

 

 

(APA/Red.)