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Grüner Pass

Universitäten, Cafés und Restaurants: Lockerungen für Corona-Geimpfte in Israel

Viele der Lockerungen gelten für Besitzer des "Grünen Passes".
Viele der Lockerungen gelten für Besitzer des "Grünen Passes".APA/AFP/JACK GUEZ
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Ab Sonntag können Restaurants und Cafés unter Auflagen wieder öffnen. Ungeimpfte müssen aber draußen bleiben. Auch Hörsäle öffnen nur für Studierende mit dem Grünen Pass. Zudem dürfen Gotteshäuser wieder mit bis zu 50-prozentiger Kapazität genutzt werden.

Die israelische Regierung hat weitere Corona-Lockerungen beschlossen. So können ab Sonntag Restaurants und Cafés unter Auflagen wieder öffnen, wie das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu am Samstagabend mitteilte. Dabei gilt unter anderem, dass im Innenbereich nur Gäste mit Grünem Pass bedient werden dürfen. Ungeimpfte dürfen nur im Außenbereich Platz nehmen.

Studenten mit Grünem Pass dürfen zudem ab Sonntag an ihre Hochschulen zurückkehren. Ungeimpfte können den Lehrveranstaltungen weiterhin nur per Video folgen.

Besitzer des Grünen Passes - bezugsberechtigt sind Genesene und Menschen, deren zweite Impfung gegen das Coronavirus mindestens eine Woche zurückliegt - erhalten in Israel früher Grund- und Freiheitsrechte zurück als Ungeimpfte. Abstands- und Hygieneregeln gelten für alle Bürger Israels weiterhin.

Lockerungen auch für Gotteshäuser

Ab Sonntag sollen auch Gotteshäuser wieder mit bis zu 50-prozentiger Kapazität genutzt werden dürfen, wie das Regierungspressebüro laut Kathpress mitteilte. Die neuen Regelungen gelten bis einschließlich 20. März, im Bildungsbereich bis zum 3. April.

Gotteshäuser, die an dem Programm teilnehmen, dürfen ab Sonntag mit bis zu 50 Prozent der Sitzkapazität betrieben werden. Für Gotteshäuser ohne permanente Sitzgelegenheiten gilt eine Einschränkung von maximal einer Person pro sieben Quadratmeter Fläche. Die Gesamtzahl von 500 Personen pro Gotteshaus darf nicht überschritten werden. Für den Betrieb von Gotteshäusern, die nicht für das "Grüner Pass"-Programm registriert sind, gelten die allgemeinen Versammlungsbeschränkungen von maximal 20 Personen in geschlossenen Räumen sowie 50 Personen im Freien.

Der Schul- und Bildungsbetrieb soll in Relation zu Impf- und Infektionsraten regional ausgeweitet werden. Veranstaltungshallen und Gärten dürfen mit bis zu 50-prozentiger Kapazität, maximal jedoch 300 Personen, öffnen. Weitere Lockerungen betreffen Restaurants, Hotels, Sport- und Kulturveranstaltungen sowie Touristenattraktionen. Der Zugang ist vielfach auf Pass-Inhaber beschränkt.

Impfkampagne zählt zu den schnellsten

Die Impfkampagne in Israel zählt zu den schnellsten weltweit. In dem Land mit seinen etwas mehr als neun Millionen Einwohnern erhielten bisher mehr als 4,9 Millionen Menschen eine Erst- und rund 3,7 Millionen auch eine Zweitimpfung.

Österreich will Kooperation bei Impfstoffherstellung

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat am Donnerstag gemeinsam mit seiner dänischen Amtskollegin Mette Frederiksen Netanyahu in Jerusalem besucht und dabei eine Kooperation bei der Impfstoffherstellung vereinbart. Kurz macht sich auch für eine rasche Einführung des Grünen Passes in Europa stark. Die EU-Regierungen haben sich zwar grundsätzlich auf die Einführung eines solchen Nachweises für Geimpfte, Getestete und Genesene verständigt, die genauen Modalitäten sind aber noch völlig offen.

Umstritten ist insbesondere, ob Träger des Grünen Passes Vorrechte im gesellschaftlichen Leben haben sollen. Nicht nur die Oppositionsparteien, auch die mitregierenden Grünen stehen solchen Plänen zurückhaltend bis ablehnend gegenüber. Experten weisen zudem darauf hin, dass es in Sachen Datenschutz in Europa ganz andere (höhere) Standards gibt als in Israel, das während der ersten Pandemiewelle bereits durch Überwachungsmaßnahmen per App eine international nicht unumstrittene Vorreiterrolle einnahm.

(APA/dpa)