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USA: Rekord bei Zwangsvollstreckungen bei Häusern

USA HOUSING ECONOMY REAL ESTATE
(c) EPA (Michael Reynolds)

Seit Beginn der Krise wurden mehr als 2,3 Millionen Häuser oder Eigentumswohnungen zwangsweise an Banken und Gläubiger zurückgegeben.

Die Zahl der Zwangsvollstreckungen von Häusern und Wohnungen in den USA hat den höchsten Stand seit Beginn der Immobilienkrise im Dezember 2007 erreicht. Im August wurden nach einer Aufstellung der Marktbeobachter von RealtyTrak Inc. 95.364 Objekte zwangsenteignet und an die Kreditgeber zurückgegeben. Das seien 25 Prozent mehr als ein Jahr zuvor gewesen und der neunte Monat in Folge, in dem die Zahl gestiegen sei, erklärte RealtyTrak am Donnerstag.

Seit beginn der Krise wurden den Angaben zufolge mehr als 2,3 Millionen Häuser oder Eigentumswohnungen zwangsweise an Banken und andere Gläubiger rückübereignet, weil die Käufer die Kreditraten nicht mehr zahlen konnten. RealtyTrac schätzt, dass im laufenden Jahr mehr als eine Million Amerikaner ihr Heim durch Zwangsvollstreckung verlieren werden.

Allerdings wird derzeit nur etwa ein Drittel der eingezogenen Immobilien wieder zum Kauf angeboten. Grund dafür ist nach Angaben von RealtyTrac-Vizepräsident Rick Sharga die Schwäche des Häusermarktes, der unter der unverändert hohen Arbeitslosigkeit ebenso leide wie unter der trägen Konjunktur und dem schwindenden Verbrauchervertrauen.

(APA)