Herbert Kickl führt die FPÖ ins rechte Abseits. Die Zeit, in der sich so mancher eine „bürgerliche“ FPÖ einreden konnte, ist vorbei.
Seit Jörg Haiders Zeiten driftet die Freiheitliche Partei immer mehr nach rechts außen ab. Dabei hat sie noch in den 1970er-Jahren Kontakte zu liberalen Parteien wie der deutschen FDP geknüpft. Doch später schürte man Ressentiments gegen die Europäische Union, liebäugelte zeitweise sogar mit einem Austritt aus der EU.
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Verstärkte weiters in der Migrationskrise 2015/16 fremdenfeindliche Vorurteile nicht nur gegen Moslems, sitzt im EU-Parlament in einer Fraktion mit Rechtsradikalen wie der deutschen AfD oder der italienischen Lega, geißelt Papst Franziskus wegen seines Eintretens für Flüchtlinge als „Linken“, nützt jetzt die Coronapandemie zur Generalmobilmachung gegen den politischen „Mainstream“, die „linken Eliten“, zu denen natürlich auch die Merkel-CDU gehört, gegen die „Political Correctness“ und die „Lügenpresse“, zu der man vom ORF bis neuerdings sogar zur „Kronen Zeitung“ so gut wie alle nicht FPÖ-nahen Medien zählt. Zeigt offen Sympathien für autoritäre Politiker von Viktor Orbán bis Wladimir Putin, nicht zu vergessen den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, und sieht sich selbst als „Patrioten“ im Kampf gegen die „Globalisierer“ von der neuen Biden-Administration in den USA über den Philantropen George Soros bis zu Microsoft-Gründer Bill Gates.