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Leitartikel

Statt guten Krisenmanagements nur mehr das Gemeinste beider Welten

Beim Impfen hat Österreichs Verwaltung absurd versagt.
Beim Impfen hat Österreichs Verwaltung absurd versagt.(c) imago images/Roland M�hlanger (Bildagentur Muehlanger via www.imago-images.de)
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Beim Impfen hat Österreichs Verwaltung absurd versagt. Das rechtfertigt keineswegs eine der höchsten Steuerquoten der Welt.

Steigende Infektionszahlen, Proteste gegen Beschränkungen, zu wenig Impfstoff, stockende Durchführung des Impfplans, Hilferufe des Regierungschefs nach Israel, Verwerfungen in der Koalitionsregierung, ein Gesundheitsminister, der zumindest für andere Regierungsmitglieder rücktrittsreif ist: Diese Beobachtungen gelten für Länder wie Tschechien und die Slowakei. Und für Österreich, das sich zwar lieber mit Deutschland misst, aber doch zahlreiche Parallelen zu den Nachbarn im Nordosten aufweist.

Dabei wären es ganz andere Länder, an denen sich Österreich orientieren hätte sollen – etwa Dänemark oder Malta, die deutlich schneller und mehr impfen. Das hat unterschiedliche Gründe, etwa die lokale Planung. Dass es in unserem Land neun verschiedene Impfpläne gibt, nach denen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten unterschiedlich priorisierte Personengruppen geimpft werden, beweist: Österreich ist ein absurd verwaltetes Land. Die viel beschworene perfekte Verwaltung und die zu allen Zeiten verlässliche Beamtenschaft existieren so einfach nicht und rechtfertigen keineswegs eine der höchsten Steuerquoten der Welt.