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Der kaiserliche Küchentisch im Atelier von Altenburg.
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Retrospektive

Franz Josef Altenburg: „Es tut weh, die Türe zu öffnen“

Am Montag, 15. März, wird der Keramikkünstler Franz Josef Altenburg 80. Das MAK widmet ihm eine Retrospektive. Wir besuchten ihn im Hausruck.

Irgendwann, nach zwei Stunden Fahrt aus Wien, ist die Straße plötzlich zu Ende. Es wird steinig, nur ein unbefestigter Weg führt hinunter in die Mulde, in der dieser alte Hof liegt. Nicht so einschüchternd groß, wie die Vierkanter in Oberösterreich sein können. Er hat eine menschliche Größe. „Ja, schön ist es hier. Das war einmal eine Mühle“, begrüßt einen Christa Altenburg.

Sie war eine der Vertrauten von Thomas Bernhard, praktisch täglich war er hier zu Gast, erfährt man später, Ohlsdorf ist nur wenige Minuten entfernt. Aber deshalb treffen wir hier nicht zusammen. Der Besuch gilt ihrem Mann, Franz Josef Altenburg, dem „Nestor der österreichischen Keramikkunst“, wie Rainald Franz ihn bezeichnet. Der Leiter der Glas- und Keramik-Sammlung im MAK hat die Ausstellung „Block, Haus, Turm, Gerüst, Rahmen“ kuratiert, die am Dienstag eröffnet und einen Überblick über 60 Jahre des kontinuierlichen Arbeitens an formal reduzierten, archaisch wirkenden architektonischen Objekten geben soll.