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Missbrauch: Opferschutzstiftung konstituiert

BISCHOFSKONFERENZ IN ST. P�LTEN: K�NG/SCH�NBORN
(c) APA/HERBERT PFARRHOFER (Herbert Pfarrhofer)
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Der St. Pöltener Bischof Klaus Küng wurde zum Vorsitzenden gewählt. Die Gesamtsumme der Beträge, die an Missbrauchsopfer gezahlt werden sollen, ist noch unbekannt.

Die von der Bischofskonferenz im Juni beschlossene "Stiftung Opferschutz" hat sich am Donnerstagnachmittag konstituiert. Der St. Pöltener Bischof Klaus Küng wurde dabei zum Vorsitzenden des leitenden Kuratoriums der Stiftung gewählt. Über die Stiftung werden die finanziellen Hilfeleistungen der Kirche für Missbrauchsopfer abgewickelt werden. Die Gesamtsumme dafür sei aber noch offen, vermeldete die "Kathpress" am Donnerstagabend.

Über die zu erwartende Gesamtsumme der finanziellen Hilfeleistungen können zum jetzigen Zeitpunkt keine genauen Angaben gemacht werden, weil dafür die Anzahl und die jeweilige Schwere der Fälle ausschlaggebend seien. "Klar ist, dass die Stiftung im erforderlichen Ausmaß finanziell dotiert wird, und es gibt dafür weder Unter- noch Obergrenzen. Es wäre unseriös, zum jetzigen Zeitpunkt irgendeine Summe zu nennen", so Küng.

Viele Fälle älter als 20 Jahre

Bischof Küng zeigte sich zuversichtlich, "dass die Zusammenarbeit gut funktionieren wird". Bei der ersten Sitzung hätte sich auch gezeigt, dass die allermeisten gemeldeten Missbrauchsfälle länger als 20 Jahre her seien, was den freiwilligen Charakter der kirchlichen Hilfe deutlich mache, so Küng.

Die personelle Zusammensetzung der beschlossenen Geschäftsführung würden eine "rasche und kompetente" Vorgangsweise sicherstellen, sagte Küng gegenüber "Kathpress" nach der ersten Sitzung der Opferschutzstiftung in St. Pölten. Der Bischof gehört dem fünfköpfigen Kuratorium an, weil er gleichzeitig Vorsitzender der Finanzkommission der Bischofskonferenz ist. Weitere Mitglieder sind die kirchliche Opferbeauftragte Waltraud Klasnic, die Controllingzuständige der Bischofskonferenz, Rita Kupka-Baier, sowie als Vertreter der Ordensgemeinschaften der Vorsitzende der Superiorenkonferenz, Propst Maximilian Fürnsinn, und die Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden, Kunigunde Fürst.

(APA)