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Niederlande

Der Triumph des „Normalo“ Mark Rutte

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Regierungschef Mark Rutte steuert auf eine vierte Amtszeit zu. In der Heimat hat sich der joviale Politiker als Kraft der Kontinuität und Stabilität etabliert, in der EU als fixe Größe.

Von den spärlich gesäten Wahlplakaten lächelte Mark Rutte, geschäftsmäßig ein Aktenpaket unter dem Arm, als hätte er alles im Griff, wäre gerade auf dem Weg ins Büro und bereit, die Agenden als Premier vier Jahre weiterzuführen. Darunter prangte die Parole: „Gemeinsam sind wir stärker.“ Der Subtext lautet: keine Experimente in Krisenzeiten.
Am Wahlabend hatte der Regierungschef dann allen Grund zum Feiern, weil seine Landsleute diese Ansicht teilten. Nach ersten Exit Polls goutierten die Niederländer die Botschaft. Sie bestätigten seine Viererkoaltion mit komfortabler Mehrheit und stärkten die Position Ruttes und die seiner rechtsliberalen Volkspartei für Freiheit und Demokratie (VVD) – aber auch die der linksliberalen D '66, des heimlichen Wahlsiegers.

Der niederländische Premier gibt den pragmatischen, soliden Krisenmanager, der von überall Anleihen nimmt – von den liberalen Traditionen der Handelsnation, den sozialdemokratischen Prinzipien des Wohlfahrtsstaats. Und zuweilen streut er einen populistischen Spruch ein. Damit bedient er geschickt alle Schichten.