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Fahrbericht

Kia Picanto GT: Einmal scharf, bitte

Der Kia Picanto am Areal eines Gewürzhändlers
Der Kia Picanto am Areal eines Gewürzhändlers(c) www.skarwan.com
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Geringes Gewicht, ordentliche Motorisierung, eine Handschaltung – das sind die Zutaten, die aus dem Kia Picanto GT ein unterhaltsames Auto machen.

Wien. Es hat einen Grund, warum unser Fotograf den Kia Picanto auf dem Areal eines Gewürzhändlers abgelichtet hat: Der Kleine ist ziemlich scharf.

Das hat einerseits mit der Motorisierung zu tun, andererseits vor allem mit dem Gewicht. Wie viel Masse ausmacht, weiß man, wenn man ein Auto einmal etwas flotter bewegt. Natürlich sind PS wichtig, aber noch wichtiger für die Fahrdynamik ist ein geringes Gewicht. Das ist der Grund dafür, dass der erste Golf GTI ein solcher Erfolg war: 110 PS reichten damals, um einen Sportwagen für das Volk zu schaffen, weil er nur 810 Kilogramm auf die Waage brachte.

So wenig sind es beim Kia Picanto nicht, aber er bleibt doch knapp unter der 1000-Kilogramm-Marke. Wenn man dieses Gewicht mit 100 PS aus einem Dreizylinderbenzinmotor und einer Handschaltung kombiniert, dann wird man als Fahrer recht gut unterhalten. „Spice up my life“, könnte man sagen, in Anlehnung an den eingangs erwähnten Gewürzhändler.

Neue Assistenzsysteme

Unser Testmodell der überarbeiteten sportlichen GT-Line sieht auch äußerlich recht scharf aus, etwa durch die Auspuffblenden rechts und links und die markante bulligere Front mit den tiefliegenden Nebelscheinwerfern. Innen sitzt man auf eleganten schwarzen Kunstledersitzen mit roten Einfassungen, trotz der kompakten Abmessung von 3,6 Metern nie eingeengt (solang niemand hinter einem sitzt).

Knapp wird es nur im Kofferraum. Die 255 Liter reichen für den täglichen Einkauf, für den Wocheneinkauf lässt man besser die Kinder zu Hause und legt die Hintersitze um (1010 Liter). Neu ist ein Infotainmentsystem mit Acht-Zoll-Touchscreen, das Apple CarPlay und Android Auto unterstützt.

Nachgerüstet hat Kia bei den Assistenzsystemen, geboten werden nun vom aktiven Spurhalteassistenten über Querverkehrswarner mit Notbremsfunktion bis zum Frontkollisionswarner mit Fußgängererkennung. Der Kia Picanto kostet ab 10.590, für die GT-Line zahlt man ab 17.990 Euro. Testverbrauch 5,7 Liter.

(rie)


[RAT3K]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.03.2021)