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Leitartikel

Corona trennt die Spreu vom Weizen

++ THEMENBILD ++ CORONA: GASTRONOMIE IM LOCKDOWN
Lockdowns sind die große Konjunkturbremse. Vor allem Länder, die beim impfen schnell sind, haben daher gute Chancen, besser aus der Krise zu kommen.APA/HERBERT NEUBAUER
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Wie Alltagskorruption, eine überforderte, planlose Verwaltung und ein falsch verstandener Föderalismus auch die Gesundheit der Wirtschaft gefährden.

„The need for speed” hat die OECD ihre jüngste, vor eineinhalb Wochen veröffentlichte Weltwirtschaftskonjunkturprognose überschrieben. Soll heißen: Die Schnellen werden die Coronakrise besser überstehen, weil sie sich viel rascher erholen. Vor allem die, die schnell beim Impfen sind und deshalb früher „aufmachen“ können. Wie etwa Großbritannien und die USA oder Israel. Denn Lockdowns sind die große Konjunkturbremse. Je länger sie dauern, desto stärker.

Die Coronakrise ist also dabei, die Spreu vom Weizen zu trennen. Blöd nur, dass EU-Europa in diesem Punkt leider nicht zum Weizen gehört: Die Durchimpfungsrate liegt derzeit nicht einmal bei der Hälfte jener von Großbritannien oder den USA. Und Österreich ist selbst in diesem Jammertal nur Mittelmaß. Und nein, dieser wirtschaftsschädigende Mangel an „Speed“ liegt nicht nur an der Impfstoffknappheit. Unter der leiden ja alle. Ziemlich schlechte Aussichten also für die Erholung. Woran liegt das?