Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Impfstoff

Paris geht in den nächsten Lockdown

Neue Ausgangsbeschränkungen in Paris
Neue Ausgangsbeschränkungen in ParisAPA/AFP/LUDOVIC MARIN
  • Drucken

Der gesamte Großraum Paris und der Norden des Landes muss wieder in den Lockdown, wobei die Maßnahmen dieses Mal ein wenig lockerer sein sollen. Der Corona-Impfstoff von AstraZeneca wird in Frankreich wieder verabreicht.

In Frankreich wird der Corona-Impfstoff von AstraZeneca nach der Einsatzempfehlung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA ab Freitag wieder verabreicht. Das Gutachten der EMA bestätige, dass der Impfstoff nicht nur hochwirksam, sondern auch sicher sei, sagte Frankreichs Premierminister Jean Castex am Donnerstagabend.

Er wolle sich selbst direkt am Freitagnachmittag mit dem AstraZeneca-Präparat impfen lassen, kündigte der Regierungschef an. Damit wolle er zeigen, dass man volles Vertrauen in den Impfstoff haben könne.

Impfungen mit dem AstraZeneca-Vakzin waren wegen mehrerer Thrombosefälle in Deutschland und anderen EU-Staaten ausgesetzt worden. An diesem Donnerstag bekräftigte die EMA jedoch ihre Einschätzung zur Sicherheit des Corona-Impfstoffs. Zugleich werde eine extra Warnung hinzugefügt vor möglichen seltenen Fällen von Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen.

Paris von regionalen Ausgangssperren betroffen

Zudem verhängen die Westeuopäer regionale Ausgangsbeschränkungen - auch Paris ist betroffen. Die Regelung solle zunächst für vier Wochen gelten, sagte Frankreichs Premierminister Jean Castex am Donnerstagabend in der Hauptstadt. Insgesamt sind 16 Departements im Land von den härteren Maßnahmen betroffen.

Dazu zählen der gesamte Großraum Paris und zahlreiche Gegenden im Norden des Landes, aber auch Gegenden am Mittelmeer. Dort müssen alle nicht lebensnotwendigen Läden schließen. Schulen sollen generell geöffnet bleiben, es soll aber Einschränkungen für die Oberstufen geben.

Im Großraum Paris und anderen Gegenden hatte sich die Corona-Lage zuletzt deutlich verschlechtert. Patientinnen und Patienten wurden in Krankenhäuser in andere Landesteile gebracht, weil es auf den Intensivstationen an Kapazitäten fehlt. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche ist im Großraum Paris zuletzt auf rund 450 geklettert.

In ganz Frankreich gilt bereits seit Wochen eine strikte Ausgangssperre ab 18.00 Uhr. Die Menschen dürfen dann nur noch in Ausnahmefällen vor die Tür - Einkäufe im Supermarkt und Spaziergänge sind untersagt. Seit Beginn der Pandemie sind in dem Land mit rund 67 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern mehr als 91.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.

(APA)