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Expansion

Auf 4000 Höhenmetern nach Italien

Das weltberühmte Matterhorn ist während der einstündigen Fahrt stets in Sichtweite.
Das weltberühmte Matterhorn ist während der einstündigen Fahrt stets in Sichtweite.FABRICE COFFRINI / AFP / picture
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Im Schweizer Skiort Zermatt wird trotz Pandemie an einem Prestigeprojekt gearbeitet: Der höchsten Seilbahn-Überquerung der Alpen. Mit der „Alpine X“ kommt man in einer Stunde von der Schweiz nach Italien.

Die meisten Seilbahnen stellen dieser Tage den Betrieb ein und beenden somit die verlustreichste Wintersaison der Geschichte. Doch es kommen sicher wieder bessere Zeiten. Und begonnene Investitionen werden fertiggestellt. Auch so prestigeträchtige wie jene im Schweizer Nobelskiort Zermatt. Dort wird an der höchsten Seilbahn-Überquerung der Alpen gebaut: Das „Alpine X“ verbindet die Testa Grigia und das Klein Matterhorn und wird es möglich machen, binnen einer Stunde trockenen Fußes von Zermatt nach Breuil-Cervinia in Italien zu kommen. Die Eröffnung ist für die Wintersaison 2021/22 geplant – die Coronakrise steht dem trotz finanziellen Rückschlägen nicht im Wege.

Bei minus zwanzig Grad Celsius und eisigem Wind dauert es nur wenige Minuten, bis die Finger steif werden und sich die Nasenspitze tomatenrot färbt. Unter solchen Bedingungen im Freien zu arbeiten, ist nur schwer vorstellbar. Für die Arbeiter auf der Baustelle am Matterhorn Glacier Paradise, wie die Endstation am Klein Matterhorn auf 3821 Höhenmetern heißt, sind solche Temperaturen und Windgeschwindigkeiten bis zu 250 km/h keine große Sache – einige von ihnen bearbeiten da oben sogar am hängenden Seil den massiven Felsen. „Insgesamt müssen bis zu elftausend Kubikmeter vom Felsen weggesprengt werden“, sagt Markus Hasler, Chef der Zermatt Bergbahnen AG (ZBAG), zur „Presse“, während er durch die Baustelle führt, als wäre es seine Wohnung. Auf einem Kran mit Gitterboden zu gehen, unter dem es Hunderte Meter in die Tiefe geht, scheint für ihn ein gemütlicher Spaziergang zu sein.