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Geldpolitik

Fünf Botschaften der US-Notenbank

Fed-Chef Jerome Powell lässt die Geldschleusen offen und kommentiert die Konjunkturerholung. Ein paar Lehren für Investoren: Alle stürzen sich auf US-Zykliker, hohe Inflation droht, und die EU hinkt – einmal mehr – hinterher.

New York.Wenn Jerome Powell spricht, gilt es, zwischen den Zeilen zu lesen. Zwar hat die US-amerikanische Zentralbank Fed während ihres Treffens vorige Woche keine weitreichenden geldpolitischen Änderungen verkündet. Trotzdem war die Zusammenkunft für Anleger von Bedeutung. Sie achteten auf die vierteljährlichen Wirtschafts- und Inflationsprognosen sowie die Pressekonferenz von Powell, die der Fed-Chef wieder einmal nutzte, um subtile Nachrichten an die Börsianer zu senden.

„Wir werden die Wirtschaft weiterhin unterstützen“, erklärte der weltwichtigste Währungshüter. So weit, so unspektakulär, doch fügte Powell hinzu: „Solange wie nötig“ oder – auf Englisch klingt das dramatischer – „for as long as it takes“. Manche Analysten fühlten sich gar an Mario Draghi erinnert, schließlich hat der frühere Chef der Europäischen Zentralbank 2012 mit seinen Worten „whatever it takes“ ein Stück finanzpolitische Geschichte geschrieben. Der Vergleich mag hinken, aber bemerkenswert ist Powells Ansage, an ein Ende der ultralockeren Geldpolitik noch nicht einmal zu denken, allemal.