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Fremdwährungskredite weiter rückläufig

Aus sogenannten FX-Krediten drohen heute weder Risiken für die Stabilität des Finanzmarktes Österreichs noch für einzelne Kreditinstitute

Das Volumen bei Fremdwährungskrediten ist auch im Coronajahr 2020 weiter zurückgegangen. Zum Ende des Jahres hafteten noch 11,2 Milliarden Euro an Fremdwährungskrediten an private Haushalte aus, das entspricht einem Rückgang um 15,5 Prozent oder 2,1 Milliarden Euro im Vergleich zum Jahr davor, teilte die Finanzmarktaufsicht (FMA) am Montag mit. Im vierten Quartal alleine betrug der Rückgang 5,0 Prozent oder 0,6 Milliarden Euro.

Seit dem Verbot für die Vergabe von neuen Fremdwährungskrediten im Herbst 2008 ist das Volumen damit um 37 Milliarden bzw. 78,5 Prozent gesenkt worden. Den Höchststand markierte das Fremdwährungsvolumen im Jahr 2006 mit 38,8 Milliarden Euro. Damals waren knapp ein Drittel (31,8 Prozent) aller Kredite in Fremdwährungen. Ende 2020 waren es nur noch 6,8 Prozent, im Laufes des Vorjahres wurde der Anteil um 1,5 Prozentpunkte gesenkt. Der Großteil davon (96,4 Prozent) ist laut FMA in Schweizer Franken dotiert, der Rest in japanischen Yen.

"Aus FX-Krediten drohen heute weder Risiken für die Stabilität des Finanzmarktes Österreichs noch für einzelne Kreditinstitute", sagten die FMA-Vorstände Helmut Ettl und Eduard Müller laut Aussendung. "Die massiven und unvorhersehbaren wirtschaftlichen Verwerfungen durch die COVID-19-Pandemie bestätigen, wie wichtig es war, den Abbau der noch aushaftenden Fremdwährungs- und Tilgungsträgerkredite konsequent und nachhaltig voranzutreiben."

(APA)