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Anfrage

Neos kritisieren virtuelle Heeres-Weihnachtsfeier um 45.000 Euro

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) (Archivbild)
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) (Archivbild)APA/HELMUT FOHRINGER
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Verteidigungsministerin Tanner hat im Vorjahr eine Weihnachtsfeier für die im Ausland eingesetzten Soldaten organisiert. Dabei scheute sie offenbar keine Kosten - obwohl man sich nur im Internet traf.

Es war im Dezember letzten Jahres zwar nicht die Zeit für traditionelle Truppenbesuche und groß inszenierte Auslandsbesuche, dennoch sollte das Weihnachtsfest für die im Ausland stationierten Soldaten nicht ausfallen. Und so wurden sie zugeschaltet - in den Innenhof der Rossauer Kaserne, dem Sitz des Verteidigungsministeriums, wo ein Christbaum geschmückt und eine große Bühne aufgebaut wurde. Es gab Gardemusik und Auftritte von Daniela Fally und Andreas Schlager und Grußworte von Bundespräsident und Oberbefehlshaber Alexander Van der Bellen.

Organisiert wurde die virtuelle Veranstaltung vom Kabinett der Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) gemeinsam mit Generalstabschef Robert Brieger. Die Kosten: 44.719,92 Euro. Das zumindest geht aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der Neos hervor, aus der „Der Standard“ am Dienstag zitierte. Demnach ebenso in den Kosten inbegriffen: Weihnachtsbäume und „zugehörige Dekoration", die gemeinsam mit Wirtschaftsgütern oder Nachschubgerät bei den Versorgungsflügen mitgeliefert wurden.

Neos-Abgeordneter Douglas Hoyos äußerte sich dazu auf der Nachrichtenplattform Twitter: „Tanner entscheidet sich wieder einmal für Show“, besser investiert wäre das Geld in einer Weihnachtszulage und einer kurzen Grußbotschaft gewesen, schreibt er. „Aber man baut lieber eine große Bühne im Ministerium auf und macht eine tolle Tanner-Weihnachtsshow."

Das Verteidigungsministerium hat sich bisher nicht zu dem Bericht geäußert.

>>> Zum Beitrag im „Standard"

(bsch.)