Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Gastkommentar

Wie Journalisten zu Staatsanwälten werden

Peter Kufner
  • Drucken

Wenn das Zitieren aus Ermittlungsakten zum Selbstzweck wird, ist nicht selten eine beinhart exekutierte Vorverurteilung die Folge.

Justizministerin Alma Zadić bezeichnet das Zitieren von Medien aus Ermittlungsakten als „Grundpfeiler der Pressefreiheit“ und sagt, „dass die Öffentlichkeit von gewissen Vorgängen erfahren darf“. Es gehe für sie „auch um Beschuldigtenrechte“: „Beschuldigte sollen sich entsprechend – auch medial – zur Wehr setzen können.“
Als Staatsbürger war ich immer der Überzeugung, dass es dafür Gerichtsverfahren gibt, und bin einigermaßen überrascht, dass eine Justizministerin es befürwortet, Ermittlungs- und Gerichtsverfahren über Medien zu führen.