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Nach der Flut droht rund um Sydney eine Giftspinnen-Plage

Die gefürchtete Trichternetzspinne könnte durch das Hochwasser vermehrt in Häusern Zuflucht suchen, warnen Experten. Die generelle Feuchtigkeit kommt ihrer Verbreitung außerdem zugute.

Heftige Regenfälle, überschwemmte Landstriche. Auch wenn Wetterbesserung im australischen Bundesstaat New South Wales möglicherweise die allgemeine Lage in den nächsten Tagen ein wenig entspannen sollte, warnt ein Experte vor einer neuen Gefahr: Denn die Feuchtigkeit gilt als ideale Ausbreitungsbedingung für die Sydney-Trichternetzspinne, erklärt der Chef des Australian Reptile Park in Somersby nördlich von Sydney, Tim Faulkner.

Die Tiere hätten in trockeneren Ecken von Häusern möglicherweise Zuflucht gesucht und könnten somit auch „bald ihren Weg in Wohnungen und Häuser finden“, so Faulkner. Etliche Videos von Hunderten dicht gedrängten Exemplaren auf Wanderung an Zäunen und Gebäuden sorgen auf sozialen Netzwerken für Aufsehen.

"Trichternetzspinnen gehören möglicherweise zu den gefährlichsten Spinnen der Erde, wenn sie Menschen beißen", erklärte ein Fachmann des Reptilienparks schon vor einem Jahr, als eine ähnliche Plage nach den großen Buschbränden befürchtet wurde. Man müsse die Gefahr, die von den Spinnen mit dem wissenschaftlichen Namen „Atrax robustus" ausgeht, sehr ernst nehmen.

Jedes Jahr würden rund 30 bis 40 Menschen von den Tieren gebissen. Dank eines im Reptilienpark hergestellten Gegengifts sei seit den 1980er-Jahren aber kein Mensch mehr an einem Biss gestorben.

(APA/dpa)