Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Schnellauswahl
Premium
Interview

Neuer Präsident der Intensivmediziner: "Die Zahlen stimmen hinten und vorne nicht"

GERMANY-HEALTH-VIRUS-INTENSIVE-CARE
Das Krankheitsbild von Covid-19 hat sich wegen der britischen Variante deutlich verändert, sagt Intensivmediziner Walter Hasibeder.APA/AFP/INA FASSBENDER
  • Drucken
  • Kommentieren

Insbesondere im Osten Österreichs sind die Intensivstationen voll, andere Angaben können nicht stimmen, sagt Walter Hasibeder, neuer Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Anästhesiologie, Reanimation und Intensivmedizin (ÖGARI). Er beklagt zudem einen „Maulkorberlass“ für Leiter von Intensivstationen und warnt vor Covid-19-Spätfolgen.

Den östlichen Bundesländern sei nichts anderes übriggeblieben, als einen kurzen und harten Lockdown anzuordnen, um die Ausbreitung des Coronavirus abzubremsen, sagt Walter Hasibeder, Ärztlicher Leiter der Anästhesie und Operativen Intensivmedizin im Krankenhaus St. Vinzenz in Zams in Tirol und neuer Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Anästhesiologie, Reanimation und Intensivmedizin (ÖGARI). „Zu diesem Entschluss gibt es wegen der vollen Intensivbetten einfach keine Alternative. Alles andere wäre kompletter Wahnsinn gewesen.“ Seine wichtigste Forderung an die Bundesregierung als neuer ÖGARI-Präsident: „So schnell wie möglich so viele Impfstoffe wie möglich zu besorgen – egal, woher. Zudem braucht es eine umfassende Impfkampagne, um rasch in die Nähe einer Herdenimmunität kommen.“ Hasibeder im Interview.