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Corona-Maßnahmen

Neue Tests für ältere Schüler und längere Quarantäne

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) bei der Pressekonferenz am Donnerstag.
Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) bei der Pressekonferenz am Donnerstag.(c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)
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Nach den Osterferien wird in den Schulen im Osten vorerst auf Distance Learning umgestellt. Neuigkeiten bei Tests, Quarantäneregeln und Contact Tracing gibt es aber inzwischen auch für den Rest Österreichs.

Als „großen Erfolg“ bezeichnete Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) am Donnerstag die vergangenen sieben Wochen in den Schulen - und das, obwohl erst am Mittwoch für die Ostregion (Wien, Niederösterreich, Burgenland) rund um Ostern eine Rückkehr in das Distance Learning verkündet wurde. Der Minister bezog sich dabei auf den Umstand, dass durch die in den Schulen stattfindenden Tests „im Vergleich zu Nachbarstaaten“ diese länger offen gehalten werden konnten. Die Test-Strategie wird nun allerdings adaptiert. Und auch sonst gibt es einige Veränderungen.

Distance Learning folgt auf „Osterruhe“ 

Trotz der vielen Tests muss in der Ostregion, wie angekündigt, zumindest für einige Tage wieder auf Fernunterricht umgestellt werden. Zwischen 6. und 9. April wird in allen Schulstufen in Wien, Niederösterreich und Burgenland wieder aus der Ferne unterrichtet. „Was dann sein wird, muss man neu bewertet werden“, sagte Faßmann. „Es gibt keine Alternative, als auf Sicht zu fahren.“

Er appellierte, während der „Osterruhe“, auch „tatsächlich zur Ruhe zu kommen“. Die Mobilität im öffentlichen Raum müsse heruntergefahren, persönliche Kontakte minimiert werden. „Die Osterferien kommen zur rechten Zeit“, sagte Virologin Monika Redlberger-Fritz. Diese verschafften „uns weitere Zeit“.

Sensitivere Tests für die Älteren

Als „Erfolg“ bezeichnete Faßmann die letzten Wochen aber trotzdem, weil die regelmäßigen „Nasenbohrer“-Tests, die seit den Semesterferien zwei- bis dreimal die Woche stattfinden, nach seiner Ansicht nach die zuletzt zu beobachteten depressiven und teils suizidalen Tendenzen unter Jugendlichen infolge des monatelangen Distance Learning, „dämpfen konnten“. Er freute sich über eine „ungebrochene Akzeptanz in den Schulen“. Nach den Osterferien gibt es für ältere Schüler andere Tests, „bei denen man auch ein wenig Pipettieren muss“. Die bisherigen „sehr einfach zu handhabenden Tests“ werden bei den Sechs- bis Zehnjährigen aber weitergeführt. „Wünschenswert“ seien PCR-Tests, logistisch aber würden diese „Grenzen überschreiten“. Ein Pilotprojekt mit der Stadt Wien soll nach Ostern zeigen, ob eine breitere Ausrollung von PCR-Tests machbar sei.

Mit der bisherigen Test-Strategie wurden seit den Semesterferien rund 5000 positive Fälle entdeckt, von denen sich zwei Drittel auch nach der PCR-Testung bestätigt haben. „Die Schule ist unzweifelhaft der Ort der Infektionsweitergabe“, sagte Faßmann. Doch diese machten die Schulen auch zu einem „kontrollierten Setting“. Mit Verweis auf „wenige geschlossene Schulen“ (in der vergangenen Woche waren es 24 von 5800 bzw. 0,4 Prozent) sei er sogar „beruhigt“. Auch deshalb, weil die dritte Runde der „Gurgelstudie“, deren Ergebnisse demnächst veröffentlicht werden sollen, eine „deutlich geringere Prävalenz“ zeige. „Die Dunkelziffer sinkt“, sagte Faßmann mit Verweis auf Niki Popper, der zuletzt betonte, dass mit den Schultests auch Eltern und Geschwister erreicht werden können.

Längere Quarantäne und alle K1

Wie im Osten bereits angewandt, soll nun auch im Rest Österreichs die „Wiener K1-Regel“ gelten: Bei einem Infektionsfall in der Klasse sind alle Schüler und Lehrer automatisch K1-Personen. Wird daraufhin eine weitere K1-Person positiv getestet, geht die gesamte Klasse in Quarantäne. Diese wird zudem von derzeit zehn Tagen auf 14 Tagen verlängert. 

Regionalisierung: Comeback der Corona-Ampel

Wie zuletzt im Osten bereits praktiziert, soll in allen Bezirken Österreichs mit einer Inzidenz von mehr als 400 automatisch auf Distance Learning umgestellt werden. „Heute ist allen klar geworden, dass sie sich hier einem regionalisierten Regime zu unterwerfen haben“, sagte Faßmann, der die Maßnahmen, die sich vorerst auf den Osten beschränken, als „wesentlichen Hebel“ bezeichnete. Es mache „keinen Sinn, alle gleichzubehandeln“. Das sei auch der „gut gemeinte Ansatz der Corona-Ampel“ gewesen, der nun zurückkomme.

(juwe)

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