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ÖH-Wahl: AG setzt auf Sabine Hanger und Digitalisierung

OeH-WAHL: PK AKTIONSGEMEINSCHAFT (AG) 'KANDIDATEN UND WAHLPROGRAMM': HANGER
GEORG HOCHMUTH
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Die derzeitige ÖH-Chefin will für die ÖVP-nahen Studierenden Mandate dazu gewinnen - und weiterhin an der ÖH-Spitze mitmischen.

Die VP-nahe AktionsGemeinschaft (AG) setzt bei den Wahlen zur Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) von 18. bis 20. Mai erneut auf die aktuelle ÖH-Vorsitzende Sabine Hanger als Spitzenkandidatin. "Ich bin noch nicht fertig", so die 26-jährige Jus-Studentin bei einer Pressekonferenz am Freitag. "Ich bin definitiv gekommen um zu bleiben." Im Wahlkampf konzentriert sich die mandatsstärkste Fraktion auf einen Mix an Themen von der Digitalisierung bis zur Nachhaltigkeit.

Hanger wurde erst im Herbst zur ÖH-Chefin gewählt, nachdem sich eine bis dahin amtierende linke Koalition aus Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS), Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) und Fachschaftslisten (FLÖ) zerstritten hatte. "Ich habe eine ÖH übernommen, die von den Entscheidungsträgern und den Studierenden nicht mehr ernst genommen wurde". Der Listenzweite der AG, Armin Amiryousofi, verwies auf die "Bodenständigkeit" der Fraktion: Einerseits sei man ein "knallharter Verhandlungspartner", andererseits "auf jedem Festl und bei jeder Beratung auf Augenhöhe" mit den Studierenden.

Auf einen Blick

In der Bundesvertretung verfügt die AG über 15 Sitze. GRAS und VSStÖ haben je 13 Mandate, es folgen die JUNOS mit sechs Sitzen und die FLÖ mit fünf. Zwei konkurrierende Kommunistische StudentInnenverbände (KSV-KJÖ bzw. KSV LiLi) sowie der Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) haben je einen Vertreter.

Thema Digitalisierung

Wie bereits schon der VSStÖ und die Jungen Liberalen Studierenden (JUNOS) will auch die AG auf das Thema Digitalisierung setzen. Diese scheine "für unsere Hochschulen noch immer ein Schreckgespenst" zu sein, so Hanger. "Wir haben immer noch das Gefühl, dass nur das Notwendigste in diesem Bereich passiert." Die AG plädiert daher für das Anbieten von Online-Lehre neben der Präsenzlehre und verpflichtende Weiterbildung von Lehrenden in Sachen Digitalisierung.

In den grünen Bereich wagt man sich mit Forderungen nach "klimafitten Hochschulen" und überwiegend regionalen Produkten in den Mensen sowie einer Fahrrad-Infrastruktur an den Hochschulen. Berufstätige Studenten sollten von Studiengebühren befreit und Beihilfen erhöht werden. Außerdem plädiert die AG für weniger Anwesenheitspflichten an FH sowie ein Verbot schlechterer Benotung von Arbeiten aufgrund fehlender Formvoraussetzungen - etwa weil sie nicht gegendert sind. Als Wahlziel formulierte sie einen Ausbau der Mandatszahl: "Und wir wollen so stark werden, dass eine Exekutive ohne uns nicht möglich ist."

Junos für Gebühren, VSStÖ für Digitalisierungsbonus

Mitte März hatten bereits die Junos Spitzenkandidatin und Wahlprogramm vorgestellt. Sie setzen wieder auf ihre Forderung nach nachgelagerten Studiengebühren. Außerdem machen sie sich für einen Ausbau der Beihilfen sowie eine Wahlmöglichkeit zwischen Online- und Präsenzlehre auch nach der Corona-Zeit stark. Als Spitzenkandidatin schicken sie die 22-jährige Jus- und VWL-Studentin Sophie Wotschke ins Rennen.

Der VSStÖ hat seine Spitzenkandidatin Anfang März ebenfalls schon präsentiert: die 21-jährige Vorarlberger Politikwissenschafts- und Raumplanungsstudentin Sara Velic. Sie fordert einen Digitalisierungsbonus von jährlich 300 Euro sowie eine Wahlfreiheit zwischen Online-, Präsenz- und hybridem Studium. Nach den Wahlen will sie eine "starke linke und stabile Koalition" in der ÖH.

(APA)