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Blick auf Kyparissi
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Griechenland

Kyparissi: Kleines lakonisches Geheimnis

Seit wenigen Jahren ersetzt eine ordentliche Straße die kriminelle Anfahrt nach Kyparissi. Der kleine lakonische Ort im Südosten der Peloponnes ist ein Traumziel von Bikern, Kletterern und Naturliebhabern geworden.

Wurmstichige Hüften, Schädel und Wadenbeine liegen wild über den Boden verstreut. Im Beinhaus des Friedhofs von Kyparissi sieht es ganz und gar nicht nach Totenruhe aus. Die Gerippe einer ganzen Sippe sind aus ihren schuhkartongroßen Knochenkästen gekugelt. „Kruzifix noch amol!“, schimpft eine Stimme aus dem Off, genauer gesagt aus der Felswand, die oberhalb des Friedhofs verläuft. Dort hängt der zur Stimme gehörende Körper ziemlich in den Seilen, und schnell wird klar, dass er nicht etwa den elenden Zustand der Grabstätte, sondern seine fehlenden Kletterkünste beklagt.