Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Schnellauswahl
Premium
Forschungsfrage

Warum lässt sich ein Luftballon anfangs schwerer aufblasen?

Um einem Ballon die erste Luft einzublasen, braucht es viel mehr Kraft als für die nächsten Atemzüge.
Um einem Ballon die erste Luft einzublasen, braucht es viel mehr Kraft als für die nächsten Atemzüge.Clemens Fabry
  • Drucken
  • Kommentieren

Grundlegende physikalische Phänomene und die Eigenschaften des Gummis sorgen dafür, dass selbst Jahrmarktveteranen die Puste ausgeht.

Wer schon einmal einen Kindergeburtstag vorbereitet hat, kennt das Phänomen ganz bestimmt: Um einem Ballon die erste Luft einzublasen, braucht es viel mehr Kraft als für die nächsten Atemzüge. Auch die kleinen Varianten sind ungleich widerspenstiger als ihre größeren Verwandten. Lässt man nach dem Aufblasen die Luft aus dem Gummi und probiert es noch einmal, geht es meist einfacher. Ein spannender Untersuchungsgegenstand so ein Ballon, das fand auch eine „Presse“-Leserin und fragte nach der Ursache.

„Je kleiner der Radius, desto größer ist der Druck innerhalb einer Sphäre“, erklärt Philipp Spitzer die Young-Laplace-Gleichung, eine Standardformel in der Physik. Der Forscher mit Sitz an der Uni Graz ist Spezialist für die Vermittlung von Naturwissenschaften: „Ist zunächst wenig Luft im Ballon, dann benötigt es mehr Druck aus der eigenen Lunge, um die Kugel aufzublasen. Jeder Atemzug treibt zwar das gleiche Luftvolumen in die Sphäre – der Widerstand aus dem Ballon sinkt jedoch mit wachsendem Umfang“, so Spitzer. Das erkläre auch, warum es sich beim ersten Pusten so anfühlt, als ob der Luftballon die Wangen aufbläst, statt andersherum.