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12 Jahre „Die Presse am Sonntag“

Historiker Rutger Bregman: „Vergeudung von Talent ist unsere Tragödie“

„Zusammenarbeit ist die geheime Superpower des Menschen“, sagt Bregman.
„Zusammenarbeit ist die geheime Superpower des Menschen“, sagt Bregman.Lumen Photo / Visum / picturedesk
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Der Historiker Rutger Bregman über das Gute im Menschen, das Grundeinkommen und darüber, dass die Talentiertesten oft unnütze Jobs machen.

Sie sagen, die historische Sichtweise, Menschen hätten ein schlechtes und selbstsüchtiges Wesen, ist falsch. Sie seien grundsätzlich gut. Die Coronapandemie hat zu Einschränkungen geführt, unter denen vor allem Junge und Starke leiden, um vor allem Schwächere zu schützen. Ein Beweis für Ihre These?

Rutger Bregman: Das Lustige ist, dass mich zu Beginn der Pandemie viele gefragt haben, ob ich noch an meine Theorie glaube, weil Menschen in Supermärkten um Klopapier stritten. Die meisten haben sich aber kooperativ verhalten und ihre Lebensweise geändert, sodass die Verbreitung des Virus geringer wurde. Die Menschen geben viel auf, um andere zu schützen. Das ist für mich die Kernbotschaft der Pandemie.

Angesichts der Impfungen hat sich hier aber das Verhalten verändert. Manche schummeln sich nach vorne. Und auch unter den Nationen gibt es Streit, wie jenen zwischen der EU und Großbritannien um mögliche Exportbeschränkungen für Impfstoffe.