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Offshore-Windenergie boomt – Versorger suchen Co-Investoren

Viel Geld steht für den Markt bereit. Die Preise für Beteiligungen ziehen an.

Frankfurt/Wien. In der Energiebranche machen sich viele Versorger den Boom bei der Offshore-Windenergie zunutze und holen Investoren ins Boot. Ob der dänische Orsted-Konzern, Axpo aus der Schweiz, Vattenfall aus Schweden oder die deutsche EnBW – sie alle stellten Beteiligungen an Windparks auf dem Meer ins Schaufenster, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen gegenüber Reuters. Dabei handle es sich sowohl um bereits laufende Anlagen als auch um geplante Projekte. Die Windenergie auf See spielt eine Schlüsselrolle bei der Energiewende – da wollen viele dabei sein.

Zu den möglichen Interessenten gehören den Insidern zufolge Investoren wie FSI, Equitix, PGGM, APG, Mira, Omers, Glennmont, IFM, CDPQ, Omers, Ardian und auch Ölkonzerne. In den Markt dränge viel Kapital, sagt Mortimer Menzel, Partner bei der Beratungsfirma Augusta & Co, die auf Deals im Bereich erneuerbare Energien spezialisiert ist. Davon wollten die Versorger profitieren, die die Finanzierung in dem kapitalintensiven Geschäft ohnehin gern auf breite Schultern legen. Der Anlagedruck von Pensionskassen und Versicherungen sei groß. Die Preise für solche Beteiligungen seien derzeit hoch – offen ist, wie lang noch.

Die Nachfrage nach solchen Anlagen war noch nie so groß wie heute. Ölkonzerne wie BP oder Royal Dutch Shell entern mit prall gefüllten Kassen den Markt. Trotz der Coronakrise war das Jahr 2020 nach einer Studie des Verbands WindEurope ein Rekordjahr für das Offshore-Windgeschäft in Europa. 26,3 Milliarden Euro seien in die Finanzierung geflossen. (Reuters/est)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.03.2021)