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Smileys als Lifestyle-Gute-Laune-Macher.
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Smileys

Sachen, die Freude machen

Machen Smileys Menschen froh? Die Geschichte des Lächelgesichts ist jedenfalls weniger freundlich, als das Design erwarten ließe. Und dennoch erfreut es sich als Heiterkeitsgarant in der Welt der Dinge derzeit großer Beliebtheit.

Wie glücklich sind Sie?“, wurden alle, die Stefan Sagmeisters „The Happy Show“ im Museum für Angewandte Kunst besuchten, gefragt – die Antwort gaben Auskunftswillige, indem sie aus einer von zehn mit sonnen- oder gar smileygelben Kaugummikugeln (und ist das nicht dasselbe?) gefüllten Säulen dort eine entnahmen, wo sich der eigene Glücklichkeitswert auf dieser Skala gerade ansiedelte: Zwischen acht und neun pendelten sich die Besucherinnen und Besucher ein, wie aus der Nachbereitung hervorgeht – ein im oft trübsinnigen Wien fast überraschender Wert.

Im Großen und Ganzen kam die Sagmeister-Schau eher ohne Smileys aus. Dafür saßen Riesenaffenskulpturen lässig und mit freundlichen Nasenlöchern in der Säulenhalle des Museums, und Smileys sind jetzt gerade gern gesehene Gäste in Sagmeisters Instagram-Account, wo er Entwürfe, Skizzen, kleine Kunstwerke von anderen Usern bespricht. Der Israeli Daniel Grundland schickte ihm etwa eine mit MNS-Verhüllung ausgestattete Version des gelben Lächelgesichts, was er mit einem „Dein Smiley scheint dieses Jahr ganz gut überstanden zu haben“ quittierte. Über die ambivalentere Gefühlsdarstellung von Charles Fox aus Honolulu (er schickte eine Skizze mit zwei einander überlagernden Emoji-Luftballons, einmal ein trauriges, einmal ein frohes Gesicht) sagt Sagmeister: „Ich bin mir sicher, viele von uns wissen genau, was gerade damit gemeint ist.“