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Analyse

Eigentum: Wohnungspreise im Jahr 2020 gestiegen

Der Quadratmeterpreis stieg laut Willhaben.at in den meisten Bezirken Österreichs. In Kärnten wurde bei den Preisen das stärkste Plus sowie das höchste Minus verzeichnet.

Die Immobilienpreise steigen fast überall in Österreich seit Jahren in den verschiedensten Wohnkategorien. Auch voriges Jahr und damit während der Coronakrise ist das auf Eigentumswohnungen bezogen beinahe im ganzen Land so gewesen, geht aus einer Analyse des Online-Marktplatzes Willhaben hervor. Demnach stieg der Quadratmeterpreis von 2019 auf 2020 in 87 Prozent aller ausgewerteten Bezirke Österreichs. Zum Teil zeigen sich regelrechte Preisexplosionen.

So gab es die kräftigsten Preiszunahmen in Völkermarkt (Kärnten) mit bis zu 33,2 Prozent. Den zweiten und dritten Platz belegen zwei niederösterreichische Bezirke. In Scheibbs sind die Angebotspreise um 28,5 Prozent gestiegen, in Sankt Pölten um 28,4 Prozent. Fast ein ebenso hoher Zuwachs war in Neusiedl am See (Burgenland) zu beobachten, dort stiegen die durchschnittlichen Angebotspreise für Eigentumswohnungen um 27,7 Prozent gestiegen.

"In vielen Bezirken wird im Moment sehr intensiv gebaut", erläuterte Judith Kössner, die bei Willhaben für Immobilien zuständig ist. "Besonders starke Schwankungen sind daher oftmals auch auf die individuelle Marktwirkung einer große Zahl völlig neuer Wohneinheiten beziehungsweise Wohnbauprojekte zurückzuführen."

Preisanstiege

Bei den Landeshauptstädten gab es hinter St. Pölten die höchsten Steigerungen in Bregenz (+14,5 Prozent) und Klagenfurt (+13,7 Prozent). In Wien sind die angebotenen Preise durchschnittlich um 6 Prozent gestiegen. In den restlichen Landeshauptstädten bewegt sich der Zuwachs zwischen 4 und 10 Prozent. Lediglich in Salzburg Stadt stagnierten die Angebotspreise.

Nicht nur das stärkste Plus wurde in Kärnten verzeichnet, sondern auch das höchste Minus. Das gab es nämlich in St. Veit (minus 18,2 Prozent). Dort hatte es ein Jahr davor aber auch eine überdurchschnittliche Steigerung gegeben, so Willhaben. Nun hätten sich die Preise eingependelt. Große Rückgänge gab es auch in Feldkirchen und Hermagor (beide Kärnten) sowie Kirchdorf an der Krems (Oberösterreich).

Situation in Wien

Zu den Angebotspreise für Wiener Eigentumswohnungen heißt es im Detail zu den Bezirken, dass "auch diesmal wieder fast allesamt einen Preisanstieg" verzeichneten. Am stärksten stieg mit 14,4 Prozent der Quadratmeterpreis in Liesing. Dahinter folgen Margareten (13,5 Prozent) und Mariahilf (9,6 Prozent). Minimal günstiger waren Objekte im 7. Bezirk (-0,1 Prozent). Im ersten Bezirk (12.855 Euro pro Quadratmeter) musste man wieder am tiefsten in die Tasche greifen. Hier sind die angebotenen Preise um 8,1 Prozent gestiegen. Auf den Spitzenreiter folgen Josefstadt mit 7.243 Euro und Wieden mit knapp mehr als 6.710 Euro. Die günstigsten Bezirke sind Simmering, Favoriten und Rudolfsheim. Jedoch nahmen die Quadratmeterpreise auch in Simmering um 7,4 Prozent zu.

(APA/red.)