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Studenten-Wettbewerb

Vis Moot Court: Juridicum und WU mischen an Weltspitze mit

Das Wiener Team (von links nach rechts): Gabriel Wunderlich, Alena Bischinger, Anna Weinzierl, Emily Madl, Jonathan Brunner, Sarah Zedlacher.
Das Wiener Team (von links nach rechts): Gabriel Wunderlich, Alena Bischinger, Anna Weinzierl, Emily Madl, Jonathan Brunner, Sarah Zedlacher.Juridicum
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Beim diesjährigen Willem C. Vis Moot Court drang ein Team von Studierenden der Universität Wien bis ins Viertelfinale vor. Die WU kam unter die besten 16.

Die heurige Karwoche war schon die zweite, in der in Wien neben vielen anderen eine besondere Population an Gästen fehlte: die Jusstudentinnen und -studenten aus aller Welt, die sich hier zum Finale des renommierten Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot zusammenzufinden pflegten.

Die Schlussrunde in diesem Wettbewerb in internationaler Schiedsgerichtsbarkeit war schon seit 1994 regelmäßig in der Woche vor Ostern in Wien ausgetragen worden. Wie auch voriges Jahr musste heuer wieder coronabedingt auf ein virtuelles Treffen ausgewichen werden. Das Team der Universität Wien musste sich erst im Viertelfinale des Bewerbs geschlagen geben, an dem 391 Teams aus aller Welt teilgenommen hatten.

Auszeichnungen für bestes Plädoyer

Alena Bischinger, Jonathan Brunner, Emily Madl, Anna Weinzierl, Gabriel Wunderlich und Sarah Zedlacher schaffte es im mündlichen Finale bis in die Runde der besten acht Teams; sie ließen damit auch Mitbewerber der einen oder anderen angloamerikanischen „Eliteuniversität“ hinter sich. Außerdem erhielt das Team für beide Schriftsätze im fiktiven Streit Honorable Mentions, nachdem das Team Juridicum in den beiden Vorjahren sogar jeweils den Preis für den weltbesten Beklagtenschriftsatz bekommen hatte. Zusätzlich konnten die Teammitglieder Emily Madl und Gabriel Wunderlich individuelle Honorable Mentions für „das beste Plädoyer" (die Auszeichnung wird trotz des Superlativs merhfach vergeben) für sich gewinnen.

Unter normalen Bedingungen konkurrieren die Teams nach mehreren Monaten interner Vorbereitung im Juridicum um die begehrten Preise. Pandemiebedingt war jedoch (fast) alles anders: Die Studierenden arbeiteten seit Oktober „remote“ und hatten keine Möglichkeit, sich persönlich zu treffen. Auch der Moot Court selbst wurde dieses Jahr zum zweiten Mal als Online-Veranstaltung durchgeführt. Die Organisatoren brachten es zuwege, innerhalb von nicht einmal einer Woche fast 800 Hearings mit jeweils vier Teilnehmenden und drei Schiedspersonen aus aller Welt erfolgreich als Videokonferenzen durchzuführen. 

Gegen später Finalisten aus Singapur unterlegen

Seit einem Vierteljahrhundert immer dabei ist ein Team der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien. Im Viertelfinale der mündlichen Hearings unterlag es gegen den späteren Finalisten der Singapore Management University. Gecoacht wurde das von Professor Paul Oberhammer geleitete Team von den Rechtsanwälten Florian Haugeneder, Emmanuel Kaufman und Franz Schwarz sowie von den Universitätsassistentinnen Pepita Fallmann und Leonie Liebenwein sowie deren Kollegen Anton Dirlinger.

Sieger der mündlichen Finals wurde das Team der privaten Bucerius Law School Hamburg, das sich just gegen jenes Team der Singapore Management University durchsetzte, gegen welches das Team Juridicum im Viertelfinale unterlegen war. Damit kam das Siegerteam erstmals seit 2007 wieder aus der EU. „Der Bucerius Law School ist sehr herzlich zu gratulieren. Der Erfolg zeigt, dass auch private Law Schools im deutschen Sprachraum zur absoluten Spitze vordringen können, wenn ihr Programm auf Exzellenz ausgerichtet ist“ sagt Paul Oberhammer, einer der Schiedsrichter im Semifinale.

Drittbester Schriftsatz von der WU Wien

Ein Team der Wirtschaftsuniversität Wien kam unter die besten 16. Es bestand aus Alexia Crivoi, Susannika Glötzl, Moritz Ibesich, Tim Kirchmayr, Benedikt Mayer, Sarah Schwebl und Caroline Strohmeier. Die Studierenden überzeugten nicht nur in der mündlichen Phase, sondern erreichten mit dem drittbesten Schriftsatz weltweit sogar das Podium.

Das Team der WU mit Betreuern (v.l.n.r.): Tim Kirchmayr, Dominik Loidl, Sarah Schwebl, Alexia Crivoi, Susannika Glötzl, Daniel Schmidt, Paul Nimmerfall und Caroline Strohmeier
Das Team der WU mit Betreuern (v.l.n.r.): Tim Kirchmayr, Dominik Loidl, Sarah Schwebl, Alexia Crivoi, Susannika Glötzl, Daniel Schmidt, Paul Nimmerfall und Caroline StrohmeierWU

Tim Kirchmayr und Benedikt Mayer wurden übrigens ebenfalls mit Honorable Mentions für das beste Pleading ausgezeichnet. Das WU-Team wurde von Alina Holzer, Dominik Loidl, Paul Nimmerfall, Daniel Schmidt und Prof. Georg Kodek betreut.

 

((kom))